KONFERENZEN
20020508-12 47. FUEV-Nationalitätenkongreß in Subotica
20020613-14 A Minderheiten ohne sog. »kin state« in Sankelmark
20020613-14 B Minderheiten ohne sog. »kin state« Samen in Norwegen
RESOLUTIONEN
20020509 Subotica
STELLUNGNAHMEN
20020327 Whitebook FUEN Contribution
MANUSKRIPTE
20020509 Romedi Arquint in Subotica
20021105 Romedi Arquint in Kopenhagen
PRESSEMITTEILUNGEN 2002 (Nr. 01-56)
Schleswig-Holsteinischer Landtag verabschiedet Minderheitenbericht 2002
Zum ersten mal inmitten einer Legislaturperiode verabschiedete der
Schleswig-Holsteinische Landtag seinen Bericht über die autochthonen
Minderheiten im Lande, d.h. die dänische Minderheit, die Friesen, Sinti
und Roma, und über die Situation der Regionalsprache Niederdeutsch.
Redner aller Fraktionen sowie die Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-Holstein,
Frau Heide SIMONIS (siehe Foto) persönlich waren sich einig über die hohen Stellenwert
der Minderheitenpolitik und unterstrichen den kulturellen Reichtum des Landes.
SIMONIS nutzte die Gelegenheit, darauf hinzuweisen, daß die Frage der Sinti und Roma,
die noch immer nicht wie die anderen Gruppen in den Minderheitenparagraphen
Schleswig-Holsteins aufgenommen sind, bei Zeiten neu zu erörtern.

Renate Schnack (links) und Heide Simonis
Von allen Seiten gelobt wurde besonders die Arbeit der
Minderheitenbeauftragten des Landes Schleswig-Holstein
(und Vorsitzenden des FUEV-Beirates) Frau Renate SCHNACK (siehe Foto)
Die letzten Minderheitenberichte wurden immer am Ende der jeweiligen
Legislaturperiode verabschiedet. Diesmal entschloß man sich jedoch
zugunsten eines früheren Zeitpunkts. Dies stieß auch bei den anwesenden
Vertretern der Minderheitenverbände größtenteils auf Zustimmung.
Das gibt die Möglichkeit, Fehler und Defizite rechtzeitig aufzudecken
und noch in der laufenden Legislaturperiode zu korrigieren, bemerkte
der Vorsitzende der Sydslesvigsk Forening (SSF) Heinrich SCHULTZ während
einer Nachbesprechung, zu der Minderheitenbeauftragte Renate SCHNACK und
Landtagsabgeordneter Rolf FISCHER im Anschluß an die Debatte geladen
hatten. Auch SCHULTZ bat noch einmal ausdrücklich darum, nun endlich
auch die Sinti und Roma in die Landesverfassung aufzunehmen.
Weiterbestand von RADIO AGORA und RADIO DVA in Gefahr
Per Internet kann man sich für den den Weiterbestand von RADIO
AGORA und RADIO DVA einsetzen
Die slowenischsprachigen und slowenisch-/deutschsprachigen Hörfunkprogramme
von RADIO DVA und RADIO AGORA, ausgestrahlt auf der gemeinsamen Frequenz
105,5 MHz, zählen zweifellos zu den bedeutendsten Errungenschaften der
Kärntner Medienlandschaft. Die Präsenz der Volksgruppensprache Slowenisch im
öffentlichen Raum bedarf einer besonderen Förderung und eines besonderen
Schutzes, da die zahlenmäßige Größe einer jeden Volksgruppe es ihr nicht
erlaubt, in allen Alltagsbereichen aus eigener Kraft präsent zu sein.
Die beiden Radiostationen gewährleisten die Präsenz der slowenischen Sprache
in zweifacher Hinsicht: Zwölf Stunden des Programms richten sich direkt an
die Volksgruppe und erfüllen die Notwendigkeit und den gesetzlich
verankerten Anspruch auf eigene Medien in der Muttersprache. Die anderen
zwölf Stunden greifen die in Europa zunehmend anerkannte und angestrebte
Zweisprachigkeit als Bildungsgut auf und bauen mit der Ausstrahlung eines
slowenisch-/deutschsprachigen Programms größere wechselseitige Achtung und
Beachtung beider in Kärnten lebenden Volksgruppen auf.
Die Radioprogramme von AGORA und RADIO DVA fördern darüber hinaus den
gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie tragen zu einem besseren gegenseitigen
Verständnis der Kulturen bei, fungieren als Bildungs- und Ausbildungsträger
und gewährleisten Medienvielfalt und freie, unabhängige Meinungsbildung.
Per Internet kann man sich für den den Weiterbestand von RADIO
AGORA und RADIO DVA einsetzen:
http://www.agora.at
EU Förderprogramme für Minderheiten zunehmend dezentralisiert
FUEV-Präsidium vom 28.-30. November 2002 in Brüssel
Im Rahmen einer regulären Präsidiumssitzung nutzte Delegation des
Präsidiums die Gelegenheit, zu informativen Gesprächen mit Vertretern
verschiedener EU Einrichtungen. So gab es Gespräche mit dem Hanse-Office (siehe PR 53)
,dem stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses für konstitionelle Fragen,
MEP Jo Leinen, mit Frau Elfriede Kretschmar von der Generaldirektion für Beschäftigung
und soziale Angelegenheiten, mit dem Stability Pakt für Südosteuropa sowie mit Herrn
Dr. Clemens Ladenburger vom Konventssekretariat zum Stand der Arbeit des Konvents.
Außerdem gab es informative Gespräche mit dem Erweiterungsinformationszentrum der
Europäischen Kommission. Hier wurden einige FUEV-Projekte auf deren Förderungsfähigkeit
geprüft. Näher ins Detail eingeführt wurden die die FUEV-Vetreter von Herrn Sven-Olov
Carlsson vom sog. Polen-Desk.
Die Präsidiumssitzung widmete sich dem Stand der Vorbereitungen zum
48. FUEV-Nationalitätenkongreß vom 29.-31. Mai 2003. Weitere technische Details
werden demnächst eingeholt und demnächst veröffentlicht.

Herr Wollny vom Erweiterungsinformationszentrum der Europäischen
Kommission informierte die FUEV-Delegation über PHARE und TACIS
Richtlinen. V.l.n.r. Arquint, Wollny, Jessen, Hansen.
Hanse Office und FUEV arbeiten näher zusammen
FUEV-Delegation besuchte Schleswig-Holsteinische Vertretung in Brüssel
Eine dreiköpfige FUEV-Delegation bestehend aus Präsident Romedi ARQUINT,
Projekt Manager Uwe JESSEN und Geschäftsführer Frank NICKELSEN besuchte
am 28.11.2002 die Schleswig-Holsteinische Vertretung in Brüssel, dem sog.
Hanse-Office. Der stellv. Leiter des Büros, Herr Günther SCHULZ, zuständig für
europäische und schleswig-holsteinische Institutionen, PR, Ostsee und
Außenbeziehungen begrüßte eine Zusammenarbeit mit der FUEV und sagte den
FUEV-Vertretern ideelle und organisatorische Hilfen bei Funds Raising-Fragen zu.
So hatten Günther SCHULZ und Dietmar HÄRTEL für die FUEV-Vertreter ein
zweitägiges Programm erarbeitet, was u.a. den Entwicklungsstand des Konvents
und die für die FUEV in Frage kommenden EU Förderprogramme wie z.B. PHARE
und TACIS zum Gegenstand hatte.

Das Office, das zusammen mit Hamburg dieses Büro teilt,
wurde von Günther Schulz und Dietmar Härtel vertreten.
Auf dem Foto v.l.n.r.: Härtel, Jessen, Arquint und Schulz.
Weitere Informationen:
http://www.hanse-office.de
Kornisch in Teil II der Europäischen Charta
für Regional- oder Minderheitensprachen aufgenommen
FUEV - Mitarbeiter Gary Funck bereitet Friesisch-Kornwalische Projekte vor
Anfang November beschloß die britische Regierung, jetzt doch auch Kornisch mit unter den
Schutz der Europäischen Charta für Regional- oder Minderheitensprachen zu stellen. Sie
ist damit neben Walisisch, Schottisch Gaelisch, Irisch, »Scots und Ulster Scots« die sechste
Sprache, die von Großbrittanien unter den Schutz der Charta gestellt wurde. Dieses stellt
einen wichtigen Meilenstein in der Arbeit der kornwalisischen Minderheitenverbände dar,
insbesondere für das »Cornish Stannary Parliament«.
Bereits im Februar diesen Jahres besuchte FUEV-Geschäftsführer Frank Nickelsen
diesen Verein und wurde über den äußerst unbefriedigenden rechtlichen Status der
kornischen Sprache und Kultur informiert (siehe Foto). Das Stannary Parliament, das im Mai diesen
Jahres auf der FUEV-Delegiertenversammlung in Subotica den Status als assoziiertes Mitglied
errang, initiierte auch die FUEV Resolution 2002/02, die den Status einer nationalen Minderheit
gemäß dem Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten für die
Kornwaliser fordert. Leider ist dies bis heute nicht geschehen.

Im Rahmen einer Lageerkundung bei den Kornwalisern Anfang Februar 2002
besuchten der ehem. Präsident der FUEV, der Bretone in Frankreich,
Per LeMoine (Foto rechts) und FUEV-Geschäftsführer Frank Nickelsen
das Cornish Stannery Parliament. Auf dem Foto im äußersten Südwesten
Großbritanniens, dem Lands End, erläutern Rodney Nute und Dr. Nigel Hicks (Mitte)
die Kultur der Kelten
Seit der Mitgliedschaft in der FUEV ist es dem Cornish Stannary Parliament gelungen,
tiefergehende Beziehungen zu anderen europäischen Minderheiten aufzubauen und so
Solidariat aus mehreren Ländern zu erfahren. Auch FUEV - Mitarbeiter Gary Funck wird diese
Woche seine Glückwünsche als friesischer Kulturkonsulent persönlich überbringen, da er sich
zur Planung gemeinsamer Projekte in Cornwall aufhält.
Die Einbeziehung des Kornischen unter den Schutz der Sprachencharta ist bislang die
erste offizielle Berücksichtigung dieser akut vom Aussterben bedrohten Sprache. Sicherlich
wird es noch vieler weiterer Schritte bedürfen, um die Sprache auch mittel- und langfristig am
Leben zu erhalten. Heute sprechen nur einige hundert Menschen diese keltische Sprache, die
bereits schon einmal im letzten Jahrhundert vollständig ausgestorben war und dann
wiederbelebt wurde.
Weitere Informationen
http://www.cornish-stannary-parliament.abelgratis.com
Die nationalen Minderheiten Ungarns nach den Wahlen
Diskussionsrunde über Wahlergebnis in Budapest
Erfahrungen der letzten Wahlen für die Selbstverwaltungen der ungarländischen Minderheiten
und das Phänomen des Ethnobusineß standen am 14. November im Mittelpunkt eines
Rundtischgespräches in Budapest. Eingeladen dazu hat die Friedrich-Naumann-Stiftung. Der
Diskussionsrunde wohnten der LdU-Vorsitzende Otto Heinek, das Mitglied der SZDSZ-Parlamentsfraktion
Gábor Fodor sowie der Minderheitenombudsmann des Ungarischen Parlamentes,
Dr. Jenô Kaltenbach (siehe Foto), bei.

Zu Beginn ging es um den Begriff Ethnobusineß selbst. Die Bezeichnung sei irreführend, sie diene
allenfalls dazu, die Existenz des Systems der Minderheitenselbstverwaltungen in Frage zu stellen.
Dieses Modell sei nützlich und trage wesentlich zu einem besseren Verständnis der
Volksgruppenbelange bei der Mehrheitsbevölkerung bei. Die Ungarndeutschen hätten mit dieser Art
Geschäftemacherei nur geringfügig zu tun. Wovon sie allerdings mehr betroffen seien, gehe oft auf
Parteipolitik zurück, denn Parteien, die an der Fünfprozenthürde scheiterten, versuchten auf Kosten der
Ungarndeutschen in die Gemeinderäte zu kommen. Das sei moralisch unglücklich und beeinträchtige
Interessen der Volksgruppen. Der LdU-Vorsitzende verwies dabei auf die begünstigten Listen,
auf denen einige Parteien Mandate von den Ungarndeutschen wegschnappten. Er sprach sich für
eine Überprüfung dieser Wahlregelung aus. Otto Heinek bekräftigte erneut, daß er für die Erstellung
von Wählerlisten sei und eine einmalige Erklärung der Kandidaten über ihre Zugehörigkeit zu
einer Volksgruppe verlange.
Das Ethnobusineß sei eigentlich vorauszusehen gewesen, meinte Dr. Jenô Kaltenbach
und drückte seine Verwunderung aus, daß sich das Verfassungsgericht mit seiner Eingabe
aus dem Jahr 1999 zur Novellierung des Minderheitengesetzes noch nicht beschäftigt habe
In diesem Zusammenhang bemängelte SZDSZ-Parlamentsabgeordneter Fodor das Fehlen des
politischen Willens, das Minderheitengesetz zu modifizieren. Es sei nun Aufgabe von Regierung
und Parlament, die notwendigen Anträge bis Mai nächsten Jahres zu verabschieden. Der liberale
Politiker warnte vor einem Umschwung der minderheitenfreundlichen Stimmung der Bevölkerung
in eine eher intolerante Haltung gegenüber den Volksgruppen.
In der Diskussionsrunde wurde die ungleiche Behandlung der Minderheiten kritisiert.
Die ungarische Minderheit in den Nachbarstaaten scheint wichtiger zu sein, als die vergleichbaren
Volksgruppen hier im Lande. Auf eine Anfrage nach dem Zusammenhang zwischen
Verfassungsänderung und Auswirkung auf Nationalitäten hieß es, die zweite Fassung des
Antrages sollte den Landesselbstverwaltungen zur Begutachtung vorgelegt werden. Es ist ihr legitimes
Recht, einschlägige Papiere der Regierung zu studieren und sich dazu zu äußern. Sollte die Regierung
diesen Schritt versäumt haben, sei dies eine glatte Gesetzesverletzung, unterstrich Ombudsmann
Kaltenbach. Er kündigte die Untersuchung der Sache an.
Weitere Informationen:
Nr. 47 der Neuen Zeitung in Budpest
+36-(1)-302-67-84
neueztg@hu.inter.net
http://www.extra.hu/neuezeitung
EBLUL veranstaltet Konferenz in Griechenland
FUEV-Vizepräsident Bela Tonkovic vertritt die FUEV
Vom 15. bis 17.11.2002 veranstaltet das Europäische Büro für
wenig gebrauchte Sprachen (EBLUL) eine Konferenz über die Förderung von
Minderheitensprachen in Thessaloniki, Griechenland. Neben den Vertretern
der verschiedenen Minderheiten Griechenlands, der Europäischen Kommission, des
Europarates und der Gesellschaft für bedrohte Völker wird auch
FUEV-Vizepräsident Bela Tonkovic, ein Kroate in Jugoslawien (siehe Foto)
zu den Teilnehmern zählen und am Freitagabend seine Grußworte sprechen.
Neben den allgemeinen europäischen Rahmenbedingungen wird auch besonders
die Situation der Minderheitensprachen in Griechenland selbst Thema
dieses Kongresses sein.

Die Veranstaltung wird mit einer Exkursion zu verschiedenen
Sprachminderheiten am Sonnabendnachmittag abgeschlossen.
Weitere Informationen:
http://www.eurolang.net
http://www.eblul.org
»Rahmenkonvention zum Schutz nationaler Minderheiten
befarf einer gründlichen Überarbeitung«
Romedi Arquint als Round Table Teilnehmer anläßlich einer EU-Konferenz in Kopenhagen
Auf Einladung des Dänischen Folketings fand vom 05./06.11.2002 eine Minderheitenkonferenz in
Kopenhagen statt. Im Rahmen einer Expertenrunde, bestehend aus Bertel HAARDER, dänischer
Minister für EU Angelegenheiten, Rolf EKEUS, OSZE-Hochkommissar für nationale Minderheiten,
Milos BUDIN vom Europarat, machte FUEV-Präsident Romedi ARQUINT darauf aufmerksam,
daß zur bevorstehenden Erweiterung der EU nicht mit zweierlei Maß gemessen werden darf.
ARQUINT kritiserte, daß die EU einerseits von den beitrittswilligen Staaten entsprechende
Minderheitenschutzmechanismen fordert, andererseits weiterhin zuläßt, daß Staaten wie
Frankreich und Griechenland keinerlei Maßnahmen unternehmen, ihre Minderheiten anzuerkennen.
Darüberhinaus sind nach ARQUINTS Meinung die geltenden Rechtsinstrumente wie das
Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten und auch die Europäische
Charta für Regional- oder Minderheitensprachen zu allgemein gefaßt und befürfen einer
gründlichen Überarbeitung zum Wohle der ethnischen Volksgruppen und nationalen Minderheiten in
Europa. ARQUINTS Rede im Wortlaut: http://www.fuen.org/pages/deutsch/d_5c_2002.html

V.l..n.r.: Bertel Haarder, Rolf Ekeus, Milos Budin und Romedi Arquint
Im Namen der beiden FUEV-Mitgliedsorganisationen Bund deutscher Nordschleswiger und
Sydslesvigsk Foreining, dankte ARQUINT dem Vorsitzenden des Dänischen Parlaments, Ivar HANSEN
für das Zustandekommen zwischen Minderheitenvertretern und Parlamentariern der EU-Staaten wie der
Beitrittsländer.

Zur Konferenz, hatten sich rund 100 Parlamentarier und Minderheitenvertreter aus ganz Europa
eingefunden (siehe Foto oben). Lediglich die Vertreter Russlands waren der Konferenz ferngeblieben.
Das habe, so derVorsitzende des Ausschusses für Europäische Angelegenheiten, Claus Larsen-Jensen,
nichts mit dem Boykott Russlands Dänemarks aufgrund der kürzlich in Kopenhagen stattfindenden Tschetschenien-
Konferenz zu tun. Gründe für das Fernbleiben der russischen Delegation wurden nicht genannt.
Weitere Informationen:
http://www.folketinget.dk
http://www.nordschleswig.dk
http://www.sydslesvigsk-forening.de
OSZE Konferenz: »Die Rolle der bürgennahen Polizeiarbeit
bei der Vertrauensbildung in Minderheitengemeinschaften«
Dr. Koloman Brenner vertritt die FUEV 28.-29. 10. 2002 in Wien
Die OSZE-Konferenz mit dem Titel Die Rolle der bürgennahen Polizeiarbeit bei der
Vertrauensbildung in Minderheitengemeinschaften widmete sich einem Thema, das
v.a. in einer Post-Konflikt-Situation wie z.B. auf dem Balkan zur Zeit hochaktuell ist.
Fast 30 Vertreter der OSZE-Staaten nahmen an der Konferenz in der Wiener Hofburg
teil. Leider konnten nur wenige NGO´s teilnehmen, dies wurde in der Diskussion auch angesprochen.
Die FUEV wurde von Dr. Koloman BRENNER (siehe Foto) vertreten, einem Deutschen aus Ungarn.

Zuerst stellte Roy Fleming aus Nordirland und Prof. Arie Bloed vom Budapester Open Society
Institut das Konzept der sog. bürgernahen Polizeiarbeit vor. Das Ziel sei, das fehlende
Vertrauen z.T. wieder herzustellen, dabei soll die Polizei den ersten Schritt machen. Oft
ist die politische Färbung der Polizei in Ost-Mittel-Europa groß, so daß hier die Entwicklung
in Richtung einer professionellen Dienstleistungseinrichtung gehen sollte. Die häufig autoritäre,
patriarchalische Struktur der Polizei, die Mentalität der Polizisten muß geändert werden. An
Hand von Fallbeispielen aus Mazedonien, aus Rußland und der Bundesrepublik Jugoslawien
wurde klar, daß nicht einfach Modelle kopiert werden sollten. Die Umstrukturierung der Polizei
ist nur möglich, wenn sich die Politik und die gesamte Gesellschaft ändert.
Dr. BRENNER wies in seinem Diskussionsbeitrag darauf hin, daß es wichtig sei, mit Maßnahmen
der positiven Diskriminierung Angehörige von Minderheiten zu ermutigen, in die Verbände der
Polizei zu arbeiten. Des weiteren sollte in der Ausbildung von Polizisten ein besonderes
Augenmerk darauf gerichtet werden, daß Kenntnisse über die Kultur und Mentalität von
Minderheitenangehörigen vermittelt werden. Dr. Brenner betonte, daß oft Mißverständnisse bei
Polizeieinsätzen so entstehen, daß die Beamten manche Verhaltensmuster falsch deuten.
Dieser Prozeß der Umstrukturierung ist in den Ländern der OSZE wichtig, da die Einbindung in die
euroatlantischen Strukturen nur dann möglich sei, wenn davor die eigene Gesellschaft integriert
wurde. Dr. Robin Oakley aus Großbritannien hielt fest, daß in den ost-mittel-europäischen Staaten
und auf dem Balkan ein systematischer Rassismus herrscht und die Minderheiten als eine Art
Barometer hier funktionierten. Die Polizei kriminalisiert Minderheitenangehörige des öfteren, so
daß die Implementierung des neuen Konzepts dringend notwendig sei.
Nationale Minderheiten auf Europäischer Tagesordnung
Parlamentarische Konferenz über Minderheitenfragen in Kopenhagen
Anläßlich der dänischen EU-Präsidentschaft veranstaltet das dänische Folketing vom
05.- 06. 11. eine parlamentarische Konferenz zum Thema "Minderheiten in der erweiterten
EU" in Kopenhagen. Die Konferenz legt ihren Schwerpunkt besonders auf folgende Punkte:

- Die Notwendigkeit einer gesicherten Harmonie in den Beziehungen zwischen Mehrheit
und Minderheiten
- Eine Diskussion der rechtlichen Standards der EU und des internationalen Rechts (z.B.
Kopenhagener Kriterien, Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten,
Europäische Charta zum Schutz von Regional- oder Minderheitensprachen)
- Eine Diskussion verschiedener Lssungsmodelle, z.B. dem deutsch-dänischen Abkommen (Bonn-
Kopenhagener Verträge).
Eingeladen sind neben Vertretern der FUEV auch Parlamentsvertreter aller EU-Mitgliedstaaten,
sowie der Beitrittskandidaten und der russischen Duma.
Am ersten Tag der Konferenz gibt es Beiträge vom Außenminister Dänemarks, Per Stig
MØLLER, vom FUEV-Präsidenten Romedi ARQUINT, vom OSZE Hochkommissar für
nationale Minderheiten, Rolf EKEUS und Rudolf BINDIG von der Parlamentarischen Versammlung des
Europarates.
Am zweiten Tag werden drei verschiedene Minderheitenmodelle vorgestellt: a) die Dänische Minderheit in
Deutschland und die deutsche Minderheit in Dänemark, b) die russische Minderheit in Estland und
c) die Slowenen in Österreich
Weitere Informationen:
http://www.euo.dk/minority
http://www.fuen.org/pages/english/e_5a_2002.html
Jugendkongress: »Europa in Bewegung - wo bleiben die Minderheiten«
Seminar der Jugend Europäischer Volksgruppen in Nordschleswig, Dänemark
Vom 31. Oktober bis zum 3. November findet auf dem Knivsberg in Nordschleswig,
Dänemark, das sechste sog. «Youth Leader Seminar« der Jugend Europäischer
Volksgruppen (http://www.yeni.org) statt. Die JEV ist der größte
Zusammenschluss von Jugendminderheitenorganisationen in Europa. Zur Zeit
zählen 21 verschiedene Volksgruppen aus Gesamteuropa zu den Mitgliedern. An dem
jährlich stattfinden Youth Leader Seminar nehmen ca. 50 Jugendliche teil - unter
anderem werden Ungarn aus Rumänien, Kroaten aus Ungarn und Österreich,
Rätomanen aus der Schweiz, Deutsche aus Russland, Südtiroler aus Italien, Friesen
aus den Niederlanden, sowie Friesen, Sorben und dänische Südschleswiger aus
Deutschland erwartet.

Organisiert wird das diesjährige Treffen in Zusammenarbeit der JEV mit dem Deutschen
Jugendverband für Nordschleswig und der politischen und kulturellen Jugendorganisation
in Nordschleswig, den Jungen SPitzen (http://www.jungespitzen.dk). Die Veranstalter haben
das Seminar unter das Motto: "Europa in Bewegung - wo bleiben die Minderheiten" gestellt. "Wir
verfolgen mit dem Seminar zwei Ziele. Wir möchten den Teilnehmern ein realistisches Bild der
Minderheitensituation in Dänemark bieten und die möglichen Hilfestellungen, die das sog.
Grenzlandmodell anderen Minderheiten bieten könnte, transportieren. Der zweite Punkt ist die
inhaltliche und organisatorische Weiterentwicklung der JEV als dynamisches, lebendiges
Minderheitennetzwerk", erklärt der Präsident der Jugend Europäischer Volksgruppen,
Jan Diedrichsen, Kiel (siehe Foto).

Neben den Erläuterungen zum deutsch-dänisch-friesischen Grenzregion und
der Arbeit an der eigenen Organisation, findet am Sonnabend, 2. November, die
JEV-Kulturnacht statt. Zur Musik der friesischen Jazzgruppe »Da åntretemåntre« wird ein buntes
Rahmenprogramm geboten.
Das nächste Mal trifft sich die JEV zum sog. Osterseminar 2003 bei den Kärntner
Slowenen in Österreich.
Weitere Informationen:
http://www.yeni.org
http://www.jungespitzen.dk
Gutes Abschneiden der Ungarndeutschen
bei Kommunal- und Minderheitenwahlen 2002
Am 20. Oktober waren 8,1 Millionen Wählerinnen und Wähler aufgerufen, Bürgermeister,
Gemeinderäte und Mitglieder der Komitatstage sowie Selbstverwaltungen der ungarländischen
Minderheiten zu wählen. Abgestimmt wurde in allen 3153 Gemeinden. Die Wahlbeteiligung lag bei 51
Prozent, etwa 5 höher als vor vier Jahren. In 1308 Ortschaften kam es zur Wahl von 1870
Minderheitenselbstverwaltungen. Die Gesamtzahl ihrer Kandidaten beläuft sich auf 14.780.
Unter ihnen sind 9500 Unabhängige, etwas mehr als 5000 wurden von Vereinen aufgestellt.
Im Vergleich zum Jahr 1998 gab es diesmal etwas mehr als 4300 Kandidaten. Von
ihnen waren 2007 Ungarndeutsche (1791 waren Unabhängige, die anderen wurden von
30 Vereinen nominiert).
Nach dem vorläufigen Endergebnis kann in 318 Gemeinden eine deutsche
Minderheitenselbstverwaltung gegründet werden. Im Vergleich: zwischen 1994 und
1998 gab es 164 solche Körperschaften. In der jetzt abgelaufenen Wahlperiode betrug
ihre Zahl 247. Voraussichtlich können 291 deutsche Minderheitenselbstverwaltungen (mit drei oder
fünf Abgeordneten) gegründet werden. In 11 Gemeinden können ein Drittel der gewählten
Abgeordneten eine kommunale Teil-Minderheitenselbstverwaltung ins Leben rufen, in 38
Gemeinden kann die Gemeindeselbstverwaltung gleichzeitig als Minderheitenselbstverwaltung
fungieren. Nach unseren Informationen erreichten ungarndeutsche Kandidaten insgesamt 453
Mandate in den Gemeinde- oder städtischen Selbstverwaltungen. Ihre Zusammensetzung sieht
wie folgt aus:
Bürgermeister in Ortschaften unter 10 000 Einwohnern: 35
Abgeordnete in Ortschaften unter 10 000 Einwohnern: 382
Abgeordnete in Ortschaften über 10 000 Einwohner: 36
Es gibt jeweils einen deutsch-slowakischen, deutsch-polnischen und deutsch-Zigeuner Abgeordneten.
Die Zahl der gewählten Mitglieder der Deutschen Minderheitenselbstverwaltungen stand bei
Redaktionsschluß noch nicht zur Verfügung. Es gibt auch Überschneidungen. In Nadasch
beispielsweise, wo Parlamentsvizepräsident Franz Wekler Bürgermeister wurde, sind alle fünf
Mitglieder der deutschen Selbstverwaltung gleichzeitig Abgeordnete der Gemeindeselbstverwaltung.
Damit stehen die Ungarndeutschen an zweiter Stelle unter den einheimischen Volksgruppen.
Die meisten Selbstverwaltungen - 547 - können die Zigeuner gründen. Sie traten in 1053 Ortschaften an.
Das vorläufige Endergebnis wird erst nach Ablauf verschiedener Fristen etwa Donnerstag
oder Freitag vorliegen, informierte die Leiterin des Büros der Landeswahlbehörde, Emilia
Rytkó, dem Redakteur der Albin Lukács »Neue Zeitung Budapest«.
Weitere Einzelheiten sowie ein ausführliches Interview mit Otto Heinek erteilt die Neue Zeitung
(siehe unten)
Weitere Informationen:
Nr. 43 der Neuen Zeitung in Budpest
+36-(1)-302-67-84
neueztg@hu.inter.net
http://www.extra.hu/neuezeitung
»Friisk Harfsthuuchschölj«: Friesisch von morgens bis abend
Friesische Herbsthochschule in der dänischen Heimvolkshochschule in Jarplund
Ein vor allem bei Kindern und Jugendlichen lange herbeigesehnter Termin ist jedes Jahr
die Friesische Herbsthochschule der Foriining for nationale Friiske, auf friesisch: Friisk
Harfsthuuchschölj. So auch dieses Jahr. Mit Beginn der Herbstferien versammelten
sich wieder knapp 50 Teilnehmer zu einer fünftägigen friesischen Begegnung für
Jung und Alt. Die inzwischen 15. Harfsthuuchschölj fand vor wenigen Tagen in der
dänischen Heimvolkshochschule in Jarplund statt . Ein wie immer abwechslungsreiches
Programm bot diesmal u.a. die Produktion von Info-Tafeln, einen Mal- und einen Gitarrenkursus,
Filmvorführungen und friesisches Puppentheater. Musik und handwerkliche Aktivitäten
wie Nähen oder das Arbeiten mit Holz gehören inzwischen zum Standardangebot.
Eine Schnitzeljagd und ein Laternenumzug rund um die Jaruplund Højskole sowie ein
Vortrag von Antje Arfsten vom Nordfriisk Instituut (http://www.nordfriisk-instituut.de)
Über die Bordelumer Rotte rundeten das Programm ab.

"Mit der Friesische Herbsthochschule hat die friesischen Spracharbeit neue Impulse bekommen",
davon ist der Vorsitzende der Foriining, Jörgen JENSEN HAHN (siehe Foto) , der mit seiner jüngsten
Tochter auch zu den Teilnehmern zählte, fest überzeugt: Für viele Kinder, Jugendliche und Eltern
ist die Friesische Herbsthochschule zu einem festen Termin im Kalender geworden, der auch
für 2003 schon notiert werden kann. Die Herbsthochschule ist ein sehr deutliches Beispiel
für unseren ganzheitlichen Ansatz in der friesischen Spracharbeit. Hier begegnen sich Bereiche
wie Schule, Freizeitgestaltung und Erwachsenenbildung auf ganz natürliche Weise."
Weitere Informationen:
Foriining for nationale Friiske
http://www.friiske.de
11. Ostseeparlamentarierkonferenz in St. Petersburg
FUEV-Vizepräsident Hans Heinrich Hansen vertrat die FUEV vom 30.09. - 01.10.2002
»Die Minderheiten müssen gerade jetzt, nach der Unabhängigkeit der ehemaligen GUS-Staaten,
auch in den Ländern des Ostseeraums stärker berücksichtigt werden", meint Hans
Heinrich Hansen (siehe Foto). Er war erstmals als Vertreter der FUEV als Beobachter zusammen mit den
Parlamentarierinnen und Parlamentariern aus Schleswig-Holstein unter Leitung
von Landtagspräsident Heinz-Werner Arens bei der 11. Ostsee - Parlamentarierkonferenz
in St. Petersburg, die vom 30. September bis zum 1. Oktober stattfand.
An der Konferenz nahmen rund 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus
den Ostsee-Anrainerstaaten teil.

»Europa bewegt sich nach dem Fall der Mauer. Zehn neue Länder werden voraussichtlich
bald Mitglied der EU, und alle diese Staaten haben Minderheiten. Die Länder im Baltikum
etwa haben seit ihrer Unabhängigkeit erhebliche Umbrüche erlebt. Mehrheiten wurden
zu Minderheiten und umgekehrt. Wenn sie nicht zu einem friedlichen und freundlichen
Miteinander finden, kann es in diesen Ländern, auf die wir große Hoffnungen setzen, zu
Schwierigkeiten kommen," sagte Hans Heinrich Hansen im Anschluss an die
Konferenz.
Der schleswig-holsteinische Landtagspräsident Heinz-Werner Arens hatte erklärt,
dass das Fundament, auf dem die Zusammenarbeit im Ostseeraum
gründet, die Philosophie der Annäherung und des Wachstums von unten sei.
"Wenn diese Basis nicht überall stabilisiert wird", so Heinz-Werner Arens, "gerät die ganze Statik
ins Wanken."
Hans Heinrich Hansen meint dazu: "Wir als Minderheitenorganisation hören
ja mitunter das Gras wachsen, weil wir uns die Welt quasi von unten
anschauen, und wir sehen es als unsere Aufgabe an, frühzeitig
Entwicklungen aufzuzeigen, die ein friedliches Miteinander stören
könnten. Dass die Minderheitenfragen in Ländern, die sozial und
politisch nicht so abgesichert sind wie wir hier im deutsch - dänischen
Grenzland, ein erhebliches Konfliktpotential in sich bergen, hat sich ja
zuletzt im ehemaligen Jugoslawien gezeigt.
Wo wir mit unserem Wissen und unserem Verständnis von Minderheiten
helfen können, helfen wir."
Die Teilnahme der FUEV an der Ostsee- Parlamentarierkonferenz (Baltic
Sea Parliamentary Conference, BSPC) ist nach den Worten von Hans
Heinrich Hansen außerordentlich wichtig, um den Gedanken der Vielfalt
der Regionen in einem vereinten Europa zu untermauern.
"Die Parlamentarier haben natürlich auch andere Probleme als
Minderheitenfragen zu klären, aber ohne die Minderheiten ist Europa nur
ein Torso. Immerhin gehört jeder 7. Bürger und jede 7. Bürgerin in
Europa einer Minderheit an. Sie zu vernachlässigen, wäre sträflicher
Leichtsinn. Deshalb sind wir sehr froh, dass Schleswig-Holstein die
Initiative ergriffen hat und wir nicht zuletzt durch den Einsatz von
Landtagspräsident Heinz-Werner Arens, Beobachterstatus bei der Ostsee-
Parlamentarierkonferenz erhalten konnten."
Auf der Ostsee- Parlamentarierkonferenz hatten der Vorsitzende des Rates
der Föderation, Sergey Mironov, der Vorsitzende der Russischen Duma,
Gennady Seleznev, der
Vorsitzende der Ratsversammlung von St. Petersburg, Sergey Karasov
und der Gouverneur von St. Petersburg, Vladimir Yakovlev die
besondere Minderheitensituation in den baltischen Staaten Estland,
Lettland und Litauen erwähnt.
Weitere Informationen:
Bund deutscher Nordschleswiger
http://www.nordschleswig.dk
FUEV-Kongreß in Subotica als pdf-Format erhältlich
47. FUEV-Nationalitätenkongreß vom 08-12 Mai 2002 in Subotica / Jugoslawien
Vom 09.-11. Mai 2002 führte die FUEV ihren 47. Nationalitätenkongreß und ihre obligatorisch
Delegiertenversammlung in Subotica / Vojvodina durch. Entsprechende Tagung ist
ab sofort als Dokumentation im sog. pdf-Format erhältlich:
http://www.fuen.org/pdfs/20020927DOKU_SUBOTICA.pdf
OSCE-Implementierungskonferenz 2002 in Warschau
Richard Donitza vertrat die FUEV am 11. September 2002 zum Thema Minderheiten
Unter dem Thema Toleranz und Nichtdiskriminierung behandelten die
Teilnehmer der OSZE Implementierungskonferenz 2002, am 11. September 2002 die nationalen
Minderheiten Europas. Mehrere NGOs und Regierungsvertreter Europas und
der USA gaben kurze Statusberichte über die jeweilige Situation der
Volksgruppen und nationalen Minderheiten der jeweiligen Länder.
Die FUEV war durch den Geschäftsführer der Sozial-Kulturellen Gesellschaft
der Deutschen im Oppelner Schlesien und Vizevorsitzender des Oppelner Sejmik
(deutsche Minderheit in Polen http;//www.vdg.pl) Richard DONITZA (siehe Foto) vertreten.

Gerade Regierungsvertreter bewerteten den momentanen Minderheitenschutz ihrer
Staaten als zufriedenstellend, leider konnte hier aber aufgrund des eng
begrenzten Zeitraumes keine nähere Vertiefung stattfinden, so daß ein
Austausch zwischen NGOs und Regierungsvertretern kaum möglich war. Im
Anschluß beschäftigte sich die Konferenz speziell mit den Problemen der
Sinti und Roma. Sämtliche Redner waren sich hier einig über die
unakzeptable Lebenssituation dieser Volksgruppe.
»Ansätze zu neuen Konzepten wurden jedoch kaum besprochen und positive Entwicklungen in
bestimmten Staaten, die als Muster dienen könnten, wurde mangels Zeit nicht
ausführlich genug dargestellt«, kritisierte DONITZA.
EBLUL feiert sein 20-jähriges Bestehen und den Europäischen Tag der Sprachen
Das Wissen der Europäer um weniger verbreitete Sprachen hat in den letzten zwanzig Jahren
zugenommen, erklärt Bojan Brezigar, Präsident des EBLUL, überzeugt. Aber es gibt da
noch viel zu tun, weil Europa noch weit von einer praktischen Umsetzung der in der Charta
der Grundrechte der Europäischen Union festgelegten Grundsätze entfernt ist.
In die Zukunft blickend sagt Brezigar, dass es das erklärte Ziel des Büros für Sprachminderheiten
sei, im Schutz und der Förderung von Regional- oder Minderheitensprachen einen
Mindeststandard zu erreichen, in dem die Grundsätze der sprachlicher Vielfalt umgesetzt
werden. Auch wenn wir wissen, dass die Situation von Staat zu Staat, aber auch von
Sprachgemeinschaft zu Sprachgemeinschaft unterschiedlich ist, sind wir der Auffassung,
dass ein allgemeines Grundverständnis in dieser Angelegenheit nötig ist. Um dieses Ziel zu
erreichen sollte die EU einige Kompetenzen erhalten, und es sollte eine klare rechtliche Basis
für Regional- und Minderheitensprachen geschaffen werden, erklärt Brezigar.
Dass EBLUL den heutigen Tag gewählt hat, ist kein Zufall. Er fällt mit dem Europäischen
Tag der Sprachen (26. September) zusammen, welcher im letzten Jahr vom Europarat als
jährliches Ereignis ausgerufen wurde. Die Entscheidung die Sprachenvielfalt nun jährlich
zu feiern begründet der Europarat mit dem Enthusiasmus, mit dem dieser Tag bzw. das
ganze Europäische Jahr der Sprachen 2001 begangen wurde.
Wir schätzen es sehr, dass sprachliche Vielfalt nicht nur in der Europäischen Union gefeiert wird,
sondern in allen 45 Mitgliedstaaten des Europarates, erklärt Markus Warasin, Generalsekretär
von EBLUL. Es ist eine gute Bestätigung für das Motto von EBLUL: Einheit in der Vielfalt.
Es zeigt auch, dass Sprachenvielfalt ein bedeutendes Erbe für alle Europäer ist und nicht
nur für die Sprecher von Minderheitensprachen.
Weitere Informationen:
EUROPEAN BUREAU FOR
LESSER USED LANGUAGES (EBLUL)
http://www.eblul.org
Repräsentation der Minderheiten -
Formen und Strukturen einer Interessenvertretung
Jahrestagung der slawischen Minderheiten in der FUEV
vom 10. - 14. Oktober 2002 in Bautzen/Budysin im Serbski Dom/ Haus der Sorben
Der Bund der Lausitzer Sorben »Zwjazk Luziskich Serbow Domowina« organisiert das
diesjährige Minderheitenseminar für slawische Minderheitenorganisationen in der FUEV.
Diese Treffen widmen sich stets wechselnden Themen und werden entsprechend ausgewertet.
Das diesjährige Haupthema widmet sich dem Thema »Repräsentation der Minderheiten - Formen und
Strukturen einer Interessenvertretung«. Die Tagung wird vom Vorsitzenden der Domowina, Herrn
Jan NUCK und vom FUEV-Vizepräsidenten Dr. Ludwig ELLE eröffnet. Neben Vorträgen und Seminaren
zum genannten Thema sind auch Vorträge von Vertretern aus der Politik sowie ein Empfang beim
Oberbürgermeister der Stadt Bautzen/Budysin, Herrn Christian SCHRAMM, geplant. Sorbische Kirmes/Serbska kermus werden durch kulturelle Darbietungen der Gäste mitgestaltet.
Das Seminar endet mit einem Schlußwort von FUEV-Präsident Romedi ARQUINT.
Die Tagung endet nach einem sorbisch-katholischen Gottesdienst und Stadtführung durch
die Altstadt BautzenBudysin mit der Festveranstaltung zum 90. Gründungstag der Domowina in der
Lausitzhalle in Hoyerswerda, zu der sich u.a. auch der Innenminister der Bundesrepublik
Deutschland, Otto SCHILY, der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Prof. Dr. Georg
MILBRADT und der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Matthias PLATZECK
angekündigt haben.
Es werden Personen aus Österreich, Estland, Litauen, Lettland, Deutschland, Ungarn, Slowakei,
Ukraine, Jugoslawien und Tschechien erwartet.
Weitere Informationen:
Zwjazk Luziskich Serbow Domowina
Postplatz 2
D - 02625 Bautzen / Budysin
Domowina@t-online.de
http://www.sorben-wenden.de
Länderübergreifender Radioverband eingerichtet
Hörfunkredaktionen aus Rumänien, Ungarn und Serbien gründen Radioverband »Funkforum«
Am 16. September 2002 wurde im rumänischen Timisoara/Temeswar der länderübergreifende
Radioverband "Funkforum" eingerichtet. Er besteht aus Hörfunkredaktionen aus Rumänien,
Ungarn und Serbien. Vorsitzende des Vereins ist die junge Redakteurin von Radio Temeswar,
Ingrid SCHIFFER.
Dem Verein gehören sieben Redaktionen aus Rumänien, einer Redaktion aus Ungarn
sowie das deutsche Programm von Radio Subotica an. Vorbereitet wurde die Vereinsgründung
seit März 2001. Vor der offiziellen Gründung praktizierten die beteiligten Redaktionen bereits
einen regen Austausch von Beiträgen.
Die Arbeit des Vereins soll in Bälde auch auf Kroatien ausgedehnt werden, wo in der Stadt
Essegg/Osijek ebenfalls der Start einer deutschen Sendung geplant wird.
An der Feierlichkeit in Temeswar nahmen auch Otto HEINEK, Vorsitzender der
Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, Klaus-Peter MARTE, der Konsul der
Bundesrepublik Deutschland in Temeswar, und Ovidio GANT, Unterstaatssekretär im
Bukarester Ministerium für Informationsarbeit, teil.
Weitere Informationen:
Nr. 37 der Neuen Zeitung in Budpest
+36-(1)-302-67-84
neueztg@hu.inter.net
http://www.extra.hu/neuezeitung
»Medienprojekte deutschsprachiger Volksgruppen in Europa«
FUEV-Präsidium beim XIII Volksgruppenkongreß in Kärnten
Vom 12. - 14. September 2002 veranstaltete das Volkgruppenbüro des Landes Kärnten
zusammen mit dem Carinthian Institute for Ethnic Minorities (www.cifem.at) und der EeBA (European
Ethnic Broadcasting Association) den XIII. Europäischen Volksgruppenkongreß.Unter den zahlreichen
Vertretern der unterschiedlichen Minderheiten und Volksgruppen waren auch
Präsident Romedi ARQUINT, die Vizepräsidenten Dr. Ludwig ELLE, Dr. Bruno HOSP, Bela
TONKOVIC und Sekretär Gary FUNCK als Vertreter der FUEV anwesend.
Der Kongreß stand unter dem Thema "Medienprojekte deutschsprachiger Volksgruppen in Europa" und
richtete sich in erster Linie an Journalisten aus der Mehrheits- wie Minderheitenbevölkerung aus West-,
Mittel- und Osteropa.
FUEV-Präsident Romedi ARQUINT, der bereits am 11. September 2002 in Tainach/Kärnten einen
Vortrag zum österreichischen Ortstafelgesetz gehalten hatte (diese Rede ist im FUEV-Generalsekretariat
zu beziehen), stellte in einer Diskussionsrunde die Position der FUEV zur Mediensituation dar:
»Grundsätzlich gibt es in Europa noch keine Ideallösung. Es muß immer wieder neu diskutiert und
erörtert werden, wie man bestehende Situationen weiter verbessern könne.« Nach ARQUINTS
Meinung, ist es für Minderheiten und Volksgruppen ratsam, sich auf die neuen Medien zu
konzentrieren und zu versuchen, sich in diesen Bereichen zu etablieren.
Unabhängig davon begrüßte der Volksgruppensprecher im ORF-Publikumsrat, Reginald VOSPERNIK, ab
2003 Sendungen im Rundfunkbereich für Roma, Slowaken und Tschechen anzubieten. Der notwendigen
Zustimmung der ORF-Gremien vorausgesetzt, sollen nun auch die Roma im Burgenland,
die Slowaken und die Tschechen in den ORF-Programmen berücksichtigt werden.
Dagegen sprachen sich sowohl ARQUINT und als VOSPERNIK gegen die Einstellung des slowenischen Privatsenders Radio Dva aus.

Die zehnjährige Geschichte des "Kulturvereins Österreichischer Roma" stand
im Mittelpunkt einer Ausstellung, die zum Auftakt des XIII. Europäischen Volksgruppenkongresses
im Foyer der Fachhochschule Technikum Kärnten, eröffnet wurde. Österreich ist bisher das einzige
EU-Land, das die Sinti und Roma seit 1993 als Volksgruppe politisch anerkannt hat.
Auf dem Foto von links nach rechts: Bela Tonkovic, Dr. Bruno Hosp,
DDr. Karl Anderwald (Vorsitzender des CIFEM`s), Romedi Arquint, Dr. Ludwig Elle und Gary Funck.
Europarat integriert NGO Repräsentanten aus Mittel- und Osteuropa in seine Arbeit
Arbeitsbesuch von NGO-Vertretern aus Mittel- und Osteuropa vom 21.-26. September 2002 in Strasbourg
Im Rahmen eines Besuchsprogramms osteuropäischer nichtstaatlicher Organisationen (NGO`s) in
Strasbourg zwecks Informationsschulung verschiedener Einrichtungen des Europarates wird die FUEV
von Frau Leila SULEIMANOVA vom Public Movement Multinational Georgia vertreten.
Die Veranstaltung wird vom Liaison Committee of INGOs, dem NGOs Unit, NGO Civil Society Division,
und dem Directorate General für politische Angelegenheiten organisiert.

Ziel der Veranstaltung ist
Information über die Arbeit des Europarates,
Information über die Paralmentarische Versammlung des Europarates und dem Kongreß der Gemeinden
(CLRAE),
Information über die Arbeit der INGOs im Europarat und die
Integration der NGO Repräsentanten aus Mittel- und Osteuropa in diese Arbeit.
Frau SULEIMANOVA wird von den beiden FUEV-Vertretern beim Europarat, FUEV-Präsident Romedi
ARQUINT und Per LE MOINE begleitet.
FUEV-Seminar als pdf-Format erhältlich
FUEV- Seminar in Zusammenarbeit mit dem Schleswig-Holsteinischen Landtag und der Europäischen
Akademie Sankelmark vom 13./14. 06. 2002 in Sankelmark als pdf-Format erhältlich
In Zusammenarbeit mit dem Schleswig-Holsteinischen Landtag und der Europäischen Akademie
Sankelmark veranstaltete die FUEV ein zweitägiges Seminar über kleine Volksgruppen ohne sog.
»Kin-State« im Hintergrund (siehe auch Pressemitteilung Nr. 24 und 27). Entsprechende Tagung ist
ab sofort als Dokumentation im sog. Pdf-Format erhältlich:
http://www.fuen.org/pdfs/20020814DOKUSankelmark.pdf
http://www.fuen.org/pdfs/20020614Saami_Sara.pdf
Jugendvertreter der Kosovo-Albaner und Serben begegnen sich
OSZE Seminar vom 30.08. - 02.09.2002 in Subotica
Unter der Schirmherrschaft der OSZE trafen sich zum ersten Mal Vertreter aus unterschiedlichen
nichtstaatlichen Jugendorganisationen aus Serbien und dem Kosovo. Thema des dreitägigen
Seminars war die Überwindung des Kriegstraumas und die Möglichkeiten der Jugend, zu
einem friedlichen Zusammenleben aller ethnischer Gemeinsachften im Kosovo beizutragen.
Der Vizepräsident der FUEV und gleichermaßen Vizebürgermeister der Stadt Subotica,
Bela TONKOVIC begrüßte die ca. 40 Teilnehmer und wies auf die Erfahrungen Suboticas als
multiethische Stadt, sowie die Provinz Vojvodina als multiethnische Region hin, in der es gelungen ist,
den Jugendlichen ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Gesinnung zu gewährleisten.
Darüber hinaus wurden die Teilnehmer über das Wirken und die Arbeit der FUEV eingeführt. -
insbesondere über die Vermittlerrolle der FUEV in Konfliktsituationen.
Die OSZE als Hauptveranstalter führte die Tagung in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für
Regionalismus / Novi Sad durch. Die Seminarteilnehmer nahmen u.a. an verschiedenen Veranstaltungen
der Stadt Subotica teil, wobei alle Volksgruppen der Stadt zusammen auftraten. Die meisten Veranstaltungen wurden mehrsprachig durchgeführt.
Deutsche Minderheiten aus bis zu 22 Staaten in Sankelmark
Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten in der FUEV vom
10. - 13. Oktober 2002 in der Europäischen Akademie Sankelmark http://www.eash.de
Die Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten in der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) trifft sich in diesem Jahr zum zwölften Male. Auf Initiative des Bundesministerium des Innern handelt es sich um eine 1991 in Budapest gegründete informelle Arbeitsgemeinschaft, die alle Organisationen vereint, die in der FUEV, dem Dachverband der nationalen Minderheiten und traditionellen Volksgruppen in Europa, zusammengeschlossen sind und sich als Verbände deutscher Minderheiten betrachten.
Im Zentrum der diesjährigen Tagung steht die Fragebogen-Auswertung der FUEV-Mitgliedorganisationen
zum Umsetzungsstand des Rahmenübereinkommens des Europarates zum Schutz nationaler Minderheiten (RÜ)
Es werden bis zu 60 Teilnehmer aus 22 Staaten erwartet.
Aktuelles Programm
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Donnerstag,
10. 10. 2002
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Anreise der Teilnehmer
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| ab 18.00 h |
Abendesssen
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| 20.00 h |
Begrüßung, Einführung in die Tagung / Grußworte |
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FUEV, Vizepräsident Hans Heinrich HANSEN
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Bundesministerium des Innern, Head of Section, Dr. Detlev REIN
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Minderheitenbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, Renate SCHNACK
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Europäische Akademie Sankelmark, Direktor Dr. Rainer PELKA
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Die Zukunft der nationalen Minderheiten in der |
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Region Schleswig/Sønderjylland |
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Eine gemeinsame Vortragsreihe der Europäischen Akademie |
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und der Jaruplund Højskole |
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Heinrich SCHULTZ, Vorsitzender des Sydslesvigsk Forening
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Hans Heinr. HANSEN, Vorsitzender des Bundes deutscher Nordschleswiger
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Freitag,
11. 10. 2002
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I. Exkursion ins deutsch-dänisch-friesische Grenzgebiet
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| 08.00 h |
Frühstück |
| 09.00 h |
Fahrt nach Tønder/Tondern (Dänemark)
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| 10.00 h |
Besuch der Ludwig Andresen Schule in Tondern |
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Vorstellung der Schule: Schulleiter Christian KIER |
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mit anschließender Besichtigung |
| 11.30 h |
Mittagessen mit anschließendem Stadtbummel |
| 14.00 h |
Weiterfahrt nach Leck |
| 14.30 h |
Besuch der dänischen Kirche in Leck |
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Vorstellung der Dansk kirke i Læk/Sydslesvig: Jens BODDUM |
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mit anschließender Besichtigung |
| 15.30 h |
Weiterfahrt nach Bredstedt/Bräist |
| 16.15 h |
Besuch des Nordfriisk Instituuts http://www.nordfriiskinstituut.de
Vorstellung des Instituts, Institutsdirektor Prof. Dr. Thomas STEENSEN
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| 17.30 h |
Weiterfahrt nach Sankelmark |
| 18.30 h |
Abendessen in der Europäischen AkademieSankelmark
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| 20.00 h |
Musikalischer Beitrag
Da åntretemåntre (friesischer Jazz)
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Samstag,
12. 10. 2002
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II. Auswertung der Fragebogen Ergebnisse
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| 08.00 h |
Frühstück |
| 09.00 h |
Vorstellung der Fragebogen-Auswertung zum Umsetzungsstand des
Rahmenübereinkommens des Europarates zum Schutz nationaler
Minderheiten (RÜ)
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Die Ergebnisse liegen voraussichtlich erst Mitte September vor.
Spätestens dann werden Schwerpunkte bzw. Arbeitsgruppen eingerichtet. |
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dazwischen Kaffeepausen & Mittagessen
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| 19.00 h |
Abendessen
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Sonntag,
13. 10. 2002
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Abreise nach dem Frühstück |
Auswertung zum Schutz nationaler Minderheiten
Fragebogen an die FUEV-Mitgliedsorganisationen
Entsprechend einer Auswertung der Ergebisse der Charta der Regionalen oder Minderheitensprachen schicken die FUEV-Migliedsorganisationen in nächster Zeit einen Fragebogenkatalog an das FUEV-Generalsekretariat. Gemäß Beschluß der letzten Päsidiumssitzung (siehe Pressemitteilung Nr. 2002-30) möchte das FUEV-Präsidium erfahren, welche Resultate durch die Ratifizierung der Konvention zum Schutze der nationalen Minderheiten erreicht wurden. Die Ergebnisse dieser Fragebögen werden ausgewertet und entsprechend auf der Internetseite der FUEV veröffentlicht werden.
Jugend 2002 besucht FUEV
Im Rahmen der dänischen EU-Ratspräsidentschaft gibt es ein Projekt mit dem Namen Youth 2002.
Das Projekt bestehend aus 1000 Jugendlichen aus den EU- und EU beitrittswilligen Staaten sowie dem Balkan. Die Jugendlichen verteilen sich auf 13 sog. Volkshochschulen in Dänemark. Das Seminar begann am 30. Juni 2002 in Kopenhagen und endet am 13. Juli 2002.
Drei Repräsentanten aus Lettland, Italien und der Türkei (siehe Foto) besuchten das FUEV-Generalsekretariat und wurden von Frank Nickelsen, Geschäftsführer der FUEV, über die Arbeit und das Wirken der FUEV eingeführt.
Die Youth 2002-Vertreter sind in der Volkshochschule Rønshoved untergebracht. Die Volkshochschule Rønshoved befindet sich in der deutsch-dänischen Grenzregion, die von vielen Kriegen und Konflikten geprägt war. Heute ist diese Region charakteristisch für die deutsche, frisische und dänische Minderheit, die alle friedlich nebeneinander leben.
Weitere Information zu Youth 2002
http://www.youth2002.org

v.l.n.r.: Aleksanders Rzavins (Russe in Lettland), Elisabeth Alber (Südtirol / Italien) und Hakan Ener (Türkei)
48. FUEV-Nationalitätenkongreß 2003 in Südtirol
FUEV-Präsidiumssitzung am 06. Juli 2002 in Bozen
Das FUEV-Präsidium (siehe Foto) traf sich vor wenigen Tagen zu einer FUEV-Präsidiumssitzung in Bozen. Es wurde einstimmig beschlossen, den nächsten FUEV-Nationalitätenkongreß vom 29. bis 31. Mai 2003 in Bozen/Bolzano Südtirol durchzuführen. Weitere Einzelheiten zu diesem Kongreß werden demnächst veröffentlicht.
Fragebogen an die FUEV-Mitgliedsorganisationen
Entsprechend einer Auswertung der Ergebisse der Charta der Regionalen oder Minderheitensprachen möchte das Präsidium erfahren, ob und welche positiven Resultate durch die Rratifizierung der Konvention zum Schutze der nationalen Minderheiten erreicht wurden. In wenigen Tagen wird ein Fragebogen an die Mitgliedsorganisationen verschickt. Die Ergebnisse dieser Fragebögen werden ausgewertet und entsprechend auf der Internetseite der FUEV veröffentlicht werden.
Schaffung eines FUEV-Preises sowie einer FUEV-Expertengruppe
Weitere Tagesordnungspunkte waren die Schaffung eines FUEV-Preises für
Verdienste zum Wohle der nationalen Minderheiten sowie die Bestellung einer FUEV-Expertengruppe, die sich speziell den Minderheitenangelegenheiten widmet.
Gespräche in Südtirol
FUEV-Präsident Romedi Arquint nutzte obige Sitzung in Südtirol auch zu Gesprächen mit dem Vizepräsidenten der Region Trentino-Südtirol, Herrn Dr. Richard Theiner sowie mit Dr. Markus Warasin, Generalsekretär des European Bureau for Lesser Used Languages.

Von links nach rechts:
Vizepräsident Dr. Bruno Hosp (Südtiroler in Italien), Präsident Romedi Arquint (Rätoromane in der Schweiz), Vizepräsident Bela Tonkovic (Kroate in Jugoslawien), Joseph Komlóssy (ein in der Schweiz lebender Vertreter für die ungarischen Mind