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KONFERENZEN

20030529-31 48. FUEV-Nationalitätenkongreß in Bozen/Bolzano
20030610-11 Minderheiten ohne sog. »kin state« in Starbienino / Polen
20030617-27 FUEN-Seminar in Grisons and Bern Einführung
20030617-27 FUEN-Seminar in Grisons and Bern Dokumentation
20030905-06 FUEN-Konferenz in Bischkek
20031009-12 Jahrestagung deutscher Minderheiten in Sankelmark
20031009-12 Jahrestagung deutscher Minderheiten in Sankelmark als FILM

DOKUMENTE / AUSWERTUNGEN
20030131 FUEV antwortet auf Konsultationspapier der Europäischen Kommission
20030422 Rahmenkonvention zum Schutz nationaler Minderheiten aus FUEV Sicht


FUEV-DELEGIERTENVERSAMMLUNG
20030529 FUEN-Assembly in Bozen/Bolzano

MANUSKRIPTE

20030131 Romedi Arquint in Satu Mare
20030529 Romedi Arquint in Bozen
20030902 Romedi Arquint EU und die nationalen Minderheiten

PRESSEMITTEILUNGEN 2003 (Nr. 01-68)

PRESSEMITTEILUNG 2003-68


Bundeskanzler Schröder in Kasachstan

Gespräche mit der der deutschen Minderheit

Im Rahmen einer mehrtägigen Asienreise besuchte der
Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschlnad, Gerhard
SCHRÖDER am 05. 12.2003 auch Kasachstan. Neben
Gesprächen mit dem Präsidenten Nursultan Nasarbajev,
dem Parlament Kasachstans, einigen Nichtregierungsorganisationen,
Vertretern der Opposition und Unternehmern wurde auch ein
Treffen mit Vertretern der deutschen Minderheit und dessen
Vorsitzenden, Alexander DEDERER durchgeführt.


V.l.n.r: Nikolai Abt, Vorsitzender des Unternehmervereins im Gebiet Karaganda;
Alexander Dederer, Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Gerhard Schröder;
Eugen Ahmann, Senator des kasachischen Parlaments, Mitglied des Rates

der Deutschen Kasachstans; Jochen Welt, Beauftragter der Deutschen
Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten und
Andreas Körting, Botschafter der Bundesregierung Deutschland in Kasachstan.

Alexander DEDERER nutzte die Gelegenheit, dem deutschen
Bundeskanzler, der im Rahmen seiner Delegation auch von
dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen
und nationale Minderheiten, Jochen WELT begleitet wurde,
auf die spezifische Situation der deutschen Minderheit in
Kasachstan aufmerksam zu machen. Besonderes Augenmerk
wurde dabei den Visaregeln geschenkt. Die vollständige Rede
Dederers ist auf nachfolgendem Link abrufbar.
http://www.fuen.org/pdfs/20031205dederer.pdf



PRESSEMITTEILUNG 2003-67


15 Jahre Minderheitenbeauftragte in Schleswig-Holstein

Mit einer Festveranstaltung feierte die Landesregierung
Schleswig-Holsteins am 08.12.2003 das 15jährige Bestehen
des ehrenamtlichen „Minderheitenbeauftragten“ im nördlichsten
Bundesland Deutschlands.

Erster Grenzlandbeauftragter der Landeregierung war Kurt HAMER,
der am 01.11..1988 von Ministerpräsident Björn ENGHOLM berufen
wurde. Nach dem Tod HAMERS trat Kurt SCHULZ das Amt am 01.
Mai 1991 an. Im April 2000 ernannte Ministerpräsidentin Heide
SIMONIS Renate SCHNACK zur Beauftragten der Ministerpräsidentin
für nationale Minderheiten und Volksgruppen, Grenzarbeit und
Niederdeutsch (Minderheitenbeauftragte)



Seit Mai 2001 ist Renate SCHNACK
auch Vorsitzende des FUEV-Beirates.

Im Laufe der Festveranstaltung würdigten Politiker und Minderheiten-
vertreter die Wichtigkeit dieses Amtes für das Verhältnis zwischen
Landespolitik und Minderheitenverbänden. Besonders die jetzige
Minderheitenbeauftragte Renate Schnack sei eine große Hilfe für
die Arbeit der Verbände und habe es geschafft, sich das Vertrauen
der Nord- und Südschleswiger, der Nordfriesen und der Sinti
und Roma zu erarbeiten.



PRESSEMITTEILUNG 2003-66


DialogForumNorden erfolgreich in Brüssel


BRÜSSEL / FLENSBURG. Vom 24.-27. November 2003 führte
das sog.DialogForumNorden eine knapp einwöchige Studienfahrt zur EU
nach Brüssel durch. Das »DialogForumNorden« ist ein
informeller Gesprächskreis der dänischen Minderheit in Deutschland
der deutschen Minderheit in Dänemark, der Friesen (Friisk Foriining
und Nordfriesischer Verein) der Sinti & Roma, der Minderheitenbeauftragten
der Ministerpräsidentin, der deutschen Grenzvereine, der »Jaruplund
Højskole
«, der Akademie Sankelmark, dem Nordfriisk Instituut und der
FUEV.


Der Schleswig-Holsteinische Abgeordnete im Europäischen Parlament,
Willi PIECYK (untere Reihe 2.v.r.) führte
das DialogForumNorden in die
Arbeit der EU ein.

Die Teilnehmer wurden in ihrer Annahme bestätigt, dass die EU ein
großer Apparat ist, und dass die Minderheiten etwas tun müssen,
um dort sichtbar zu sein bzw. werden. Bestehende Kontakte zu
relevanten Einrichtungen wurden ausgebaut bzw. neue
geknüpft. Die Informationsvermittlung darüber hinaus erfolgte
über einer Reihe interessanter und relevanter Referate.
Teresa CODECO, konkret veranrwortlich für die EU-Sprachenprogramme,
erklärte sich bereit, den Kontakt zur deutsch-dänisch-friesischen Grenzregion zu
intensivieren.

Im Hanse-Office, der Vertretung Schleswig-Holsteins und der Region
Sønderjylland/Schleswig
bei der EU, standen die Ostseecooperation und die
Regionalförderung ab 2006 auf der Tagesordnung. Dr. Marklus WARASIN
Generalsekretär des European Bureau for Lesser Used Languages
informierte die Teilnehmer über das sog. Partnership for Diversity
Programm, welches vom 19.-22. Februar 2004 in Flensburg stattfinden
wird.

Hans Heinrich HANSEN, FUEV-Vizepräsident, bezeichnet die Studienfahrt als
sehr ergiebig, da die deutsch-dänisch-friesische Grenzregion in den Blickpunkt
europäischer Zusammenhänge gerückt sei. Es obliege jetzt der Dialoggruppe,
die respektiven Parlamentariker in die Verantwortung zu nehmen.
Renate SCHNACK, Minderheitenbeauftragte der Ministerpräsidentin, freue
sich , dass das Grenzland den Weg zu einer gemeinsamen Studienfahrt
gefunden habe. Das sei ein Schritt in die Zukunft.




PRESSEMITTEILUNG 2003-65


FUEV-Konferenz in Kirgisien als pdf-Datei erhältlich

In Zusammenarbeit mit dem Kirgisischen Parlament und dem Volksrat
der Deutschen in Kirgisien veranstaltete die FUEV am 05. September 2003
eine Minderheitenkonferenz
(siehe auch PR 2003-49).


Romedi Arquint (links) mit Dolmetscherin im Gespräch mit
dem der Republik Kirgisiens, Akaev Asgar Akaevitsch,

Die Konferenz ist ab sofort als Dokumentation
im sog. Pdf-Format erhältlich:
ACHTUNG 28 MB!

http://www.fuen.org/pdfs/20031105KGbischkek.pdf



PRESSEMITTEILUNG 2003-64


»
Dieter Küssner neuer Vorsitzender der
dänischen Minderheit in Deutschland

HUSUM. Der Leiter der dänischen Heimvolksschule,
der sog.
Jaruplund Højskole, Dieter KÜSSNER, löst
den bisherigen Vorsitzenden des
Sydslesvigsk Forening
Heinrich SCHULTZ ab, der seit 1987 den SSF -
die kulturelle Hauptorganisation der dänischen
Minderheit - geleitet hat.


Dieter Küssner

SCHULTZ, wie aus einem Dankschreiben der Minister-
präsidentin des Landes Schleswig-Holstein, Frau Heide
SIMONIS, hervorgeht, habe immer fair und vetrauensvoll
mit der Landesregierung zusammengearbeitet. Er habe
viel für Schleswig-Holstein und die dänische Minderheit
getan. Gleichzeitig gratulierte SIMONIS dem 61jährigen
KÜSSNER zur Wahl.



PRESSEMITTEILUNG 2003-63


»
Minderheitenpolitik ist keine Subvention«!
Der Nordschleswiger: Montag 3. November 2003
http://www.nordschleswiger.dk

TINGLEFF/TINGLEV. Schleswig-Holsteins Landtagspräsident
Heinz-Werner Arens appelliert an Folketing und Regierung
in Kopenhagen. Er bekräftigte: »Eine Kürzung von Zuschüssen,
wie sie im Koch-Steinbrück-Papier zum Subventionsabbau
enthalten ist, werden wir nicht mittragen«. Es gehe bei der
Förderung nicht um »steuerliche Wohltaten«, sondern um
eine positive Sonderbehandlung im Geiste der Bonn-Kopen-
hagener Er-klärungen. Damit werde Chancengleichheit
zwischen Minderheit und Mehrheit gewahrt und die Balance
im Grenzland gesichert. Diese Balance sei nicht nur im
Interesse der Minderheiten, sondern »staatspolitisches Ziel
sowohl auf der Ebene des Landes als auch des Bundes.
Hierzu stehen wir und fordern auch den Bund auf, sich
entsprechend zu verhalten«, erläuterte der Landtagspräsident weiter.
Arens sprach auch die dänische Strukturdebatte an und
äußerte sein Verständnis für die Sorgen der deutschen
Minderheit um ihre politische Vertretung. »Staatliche Struk-
turen, die den Rechten der deutschen Minderheit Rechnung
tragen, sind ebenso bedeutsam wie der rechtliche Schutz«,
so Heinz-Werner Arens.


Präsident des Schleswig-
Holsteinischen Landtages,
Heinz Werner Arens

Er rief die deutschen Nordschleswiger auf, sich selbst nicht
zu unterschätzen. Das Engagement, die Arbeit, die
Überzeugung der Nordschleswiger fülle die staatlich
gesetzen Rahmenbedingungen mit Leben und ermögliche
ein Klima der gegenseitigen Toleranz. Die Minderheiten
beiderseits der Grenze »müssen geschützt werden und
genügend Freiheit und Entwicklungsmöglichkeiten bekommen«.
Er vertraue, so Arens, darauf, dass Folketing und dänische
Regierung dies berücksichtigen werden.
clk.



PRESSEMITTEILUNG 2003-62


49. FUEV-Nationalitätenkongreß 2004 in Polen
FUEV-Präsidiumssitzung in Budapest

Das FUEV-Präsidium traf sich Ende Oktober zu
einer Präsidiumssitzung. Die Sitzung, die am Rande
des 8. Treffens aller slawischen Minderheiten
in der FUEV stattfand, befaßte sich u.a. Tagesordnungs-
punkten auch mit der Frage, wo der nächste FUEV-
Nationalitätenkongreß stattfinden soll. So wurde
mehrheitlich beschlossen, den 49. FUEV-Nationalitäten-
kongreß 2004 vom 19.-23. Mai 2004 in Polen durchzuführen.


Der Vorsitzende der Slowaken in Ungarn, Herr Jan
FUZIK (Foto Mitte) eröffnete die 8. Tagung der
slawischen Minderheiten in der FUEV. Weiter auf dem Bild:
Juri Wuchanski (Bund der Lausitzer Sorben
www.domowina.de)
llinks sowie FUEV-Präsident Romedi Arquint.

Weitere Details zum Kongreß in Polen folgen.



PRESSEMITTEILUNG 2003-61


OSCE-Implementierungskonferenz 2003 in Warschau
Richard Donitza vertrat die FUEV zum Thema Minderheiten

Vom 06.-17. Oktober 2003 fand die diesjährige OSZE Implementierungs-
konferenz in Warschau statt. Im Rahmen mehrerer Arbeitsgruppen wurden
am 15. Oktober die nationalen Minderheiten behandelt.
Mehrere NGOs und Regierungsvertreter Europas gaben kurze
Statusberichte über die jeweilige Situation der
Volksgruppen und nationalen Minderheiten der jeweiligen Länder.

Die FUEV war durch den Geschäftsführer der Sozial-Kulturellen Gesellschaft
der Deutschen im Oppelner Schlesien und Vizevorsitzender des Oppelner Sejmik
(deutsche Minderheit in Polen
http;//www.vdg.pl) Richard DONITZA vertreten.


Richard Donitza hier mit der Vorsitzenden des
FUEV-Beirates, Frau Renate Schnack, anläßlich
des
48. FUEV-Nationalitätenkongresses in Bozen

DONITZA vermißte aufgrund des engen begrenzten Zeitraumes
eine Vertiefung der einzelnen Minderheitenberichte, so daß ein
Austausch zwischen NGOs und Regierungsvertretern kaum möglich war.




PRESSEMITTEILUNG 2003-60


ERKLÄRUNG
der in der Slowakei lebenden Karpatendeutschen:

Am 17.-18.Oktober 2003 sind in Metzenseifen die Vertreter
des Karpatendeutschen Vereins in der Slowakei (...) zusammengetroffen.
Die Teilnehmer dieses Treffens haben folgende Erklärung einstimmig
angenommen:

1. Die in der Slowakei lebende Bürger deutscher Nationalität haben
immer das Streben der Slowakei den Beitritt in die Europäische
Union unterstützt. Es ist unbestritten, dass auch durch ihre Hilfe
und durch die aktive Unterstützung der in der Bundesrepublik
Deutschland und Österreich lebenden Karpatendeutschen
dieses Ziel schon am 1.Mai 2004 erreichen wird. (...)

2. Die Bewahrung der Sprache, Kultur, Traditionen und damit auch
der Identität der Karpatendeutschen in der Slowakei ist infolge der
gesellschaftlich-politischen Entwicklung in der Slowakei der
vergangenen Jahrzehnte ernsthaft gefährdet. Ohne die schnelle
wirkungsvolle Unterstützung der Regierung der Slowakischen
Republik kann diese Gefahr schon in naher Zukunft der Realität
entsprechen. (...)

3. Ein Teil der in der Slowakei lebenden Bürger deutscher Nationalität
ist den Diskriminierungsauswirkungen der Präsidentendekrete
vom J.1945 dauerhaft ausgesetzt. (...) Vertreter der Karpatendeutschen
appellieren an die Regierung der Slowakischen Republik, damit
sie sich um die Beseitigung der Diskriminierung der in der Slowakei
lebenden Bürger deutscher Nationalität einsetzen.

Die in der Slowakei lebenden Bürger deutscher Nationalität fordern
von den zuständigen Vertretern der exekutiven und der gesetz-
gebenden Kraft die Diskussion zu obenerwähnten Themen und
entsprechende positive Entscheidungen.



PRESSEMITTEILUNG 2003-59


Provinz Friesland (NL) will Gelder für Friesisch kürzen


Die westfriesische Provinzialregierung sieht starke Kürzungen der
Unterstützung für friesische Sprache und Kultur in ihrem
Haushaltentwurf für 2004 vor. Im Rahmen eines allgemeinen
Einsparungsprogramms möchte die Provinz ihre „Unterstützung
für Friesisch um 50 Prozent kürzen“, so der gegenwärtige Finanzplan.
Die institutionelle Förderung für zwei größere Dachorganisationen
wird komplett gestrichen und Projektgelder um 50 Prozent herunter-
geschraubt. Jedes Jahr bewerben sich 1000 Projekte für diese
Fördergelder.

Im literarischen Bereich betragen die Kürzungen ca. 12 Prozent,
bei anderen kulturellen Fördertöpfen 32 Prozent bei einem
Jahresbudget von 557.000 Euro.Von diesen Kürzungen sehr stark
betroffen ist die FUEV-Mitgliedsorganisation „Ried fan de Fryske
Beweging“, die bis jetzt institutionelle Förderung erhalten hat.
Diese politische Lobby-Organisation repräsentiert mehrere
kleinere Vereine aus der friesischen Bewegung. Es ist ein
Resultat der engagierten Arbeit dieser Organisation, das bislang
4 friesische Gemeinden die friesische Sprache als ihre erste (!)
offizielle Sprache anerkannten.


I
m Rahmen der Vorbereitung zum 46sten FUEV-Kongress
in Heerenveen
, besuchte FUEV Präsident Romedi Arquint das Präsidium
des »Ried fan der Fryske Beweging«

Henk Wolf vom Friesenrat, eine der wenigen Organisationen,
die nicht von diesen Sparplänen betroffen sind, betont, dass
eine Kürzung der Fördergelder konträr ist zu den Pflichten, die
sich die Provinz nach der Ratifizierung der Europäischen Charta
für Regional- oder Minderheitensprachen selber auferlegt hat.

Henk Wolf stellte die West-Friesen
in Starbienino vor.

„Beide, die Provinz und der Staat haben sich dazu verpflichtet,
die Kontakte zwischen den Friesen in den Niederlanden und in
Deutschland zu unterstützen.Plötzlich strich dann erst der Staat
seine finanzielle Unterstützung für den Friesenrat und jetzt kürzt
die Provinz die wichtigen Fördergelder für interfriesische
Jugendkontakte um die Hälfte. Das ist eine sonderbare Politik.“



PRESSEMITTEILUNG 2003-58


13. Jahrestagung der AG deutscher Minderheiten in der FUEV
als pdf-Format erhältlich

In Zusammenarbeit mit dem deutschen Bundesministerium es Innern
veranstaltete die FUEV vom 09.-12. Oktober 2003 in der Europäischen
Akademie Sankelmark ihre
13. Jahrestagung der Arbeitsmeinschaft
deutscher Minderheiten in der FUEV (siehe auch PR 2003-56).
Die Konferenz ist ab sofort als Dokumentation im sog. Pdf-Format erhältlich:

http://www.fuen.org/pdfs/20031022AGDM.pdf



PRESSEMITTEILUNG 2003-57


Rahmenbedingungen und pädagoische Konzepte
für die Vermittlung der Minderheitensprachen in Anlehnung
an die Europaische Charta fur Regional- oder Minderheitsprachen
Jahrestagung der slawischen Minderheiten in der FUEV
vom 24. - 26. Oktober 2003 in Budapest

Die Slowaken in Ungarn »Celostatna slovenska samosprava«
organisieren das diesjährige Minderheitenseminar für slawische
Minderheitenorganisationen in der FUEV.

Diese Treffen widmen sich stets wechselnden Themen und werden
entsprechend ausgewertet. Das diesjährige Haupthema widmet sich
dem Thema »Rahmenbedingungen und pädagoische Konzepte
fur die Vermittlung der Minderheitensprachen in Anlehnung an die
Europaische Charta für Regional- oder Minderheitsprachen«. Die
Tagung wird vom Vorsitzenden der Slowaken in Ungarn, Herrn Jan
FUZIK und dem Vorsitzenden der Lausitzer Sorben - Domowina, Herrn
Jan NUCK eröffnet. Die FUEV wird vertreten durch ihren Vizepräsidenten
Dr Ludwig ELLE.
Neben Vorträgen und Seminaren zum genannten Thema sind auch
Vorträge von Vertretern aus der Politik sowie ein Besuch beim
Slovensky institut sowie eine Besichtigung der Stadt Budapest geplant,
während er Chor »Ozvena« eine musikalische Darbietung liefern wird.
Die Tagung endet mit einer Exkursion in die historische Stadt
Ostrihom und einem Besuch des Dorfes Kestuc

Es werden Personen aus Österreich, Estland, Litauen, Lettland,
Deutschland, Slowakei, Ukraine, Serbien-Montenegro, Tschechien
und Ungarn erwartet.



PRESSEMITTEILUNG 2003-56


Digitale Medien im Zentrum eines FUEV-Seminars

13. Jahrestagung der AG deutscher Minderheiten in der FUEV in Sankelmark

In Zusammenarbeit mit dem deutschen Ministerium des Innern
veranstaltete die FUEV vom 09.-12. Oktober 2003 ihr jährliches
Treffen für deutsche Minderheiten in der FUEV. Das 13te Treffen
dieser Art widmete sich dieses Mal den digitalen Medien.
Im Gegensatz zu den vorausgegangenen Tagungen nutzten
die Teilnehmer dieses Mal die Gelegenheit, in vier Arbeitsgruppen, ihre
Lageberichte in digitaler Form vorzutragen. So wurden im einzelnen sog.
Powerpointversionen erarbeitet (siehe Foto) aber auch ein Film erstellt.
Die Ergebnisse dieser Tagung sind im FUEV-Generalsekretariat erhältlich.


Die Arbeitsgruppen teilten sich auf in Angehörige aus den GUS-Staaten,
sowie zwei Guppen aus Angehörigen aus den EU-Beitrittsländern


Es schloß sich ein Besuchsprogramm bei vier deutschen Nordschleswigern in
Dänemark an. So stellten Landwirt Jes JEPSEN (www.ligaard.org), Tierarzt Hans
Heinrich Hansen, Brauereidirektor Kim FUGLSANG (www.fuglsang.dk)
(siehe Foto unten) und der Direktor des süddänischen Wirtschaftszentrums,
Asmus Peter ASMUSSEN (www.sjec.dk) ihre Berufsfelder vor.
Besonderes Augenmerk wurde dem ehrenamtlichen Engagement der
betreffenden Personen innerhalb der deutschen Minderheit in Dänemark
geschenkt.


In der Brauerei Fuglsang

Nächstes Treffen in Ungarn

Die Teilnehmer einigten sich darauf, das nächste Treffen dieser
Arbeitsgemeinschaftin Ungarn fortzusetzen. Die Gastgeberrolle wird
die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (www.ldu.hu) übernehmen.

Eine Dokumentation ist in Vorbereitung und bald erhältlich.



PRESSEMITTEILUNG 2003-55


Friesisch in den Kindergärten fördern!

Lars Harms, Mitglied im Schleswig-Holsteinischen Landtag zu Gast bei der FUEV

Vor wenigen Tagen besuchte Lars Harms, friesischer Abgeordneter des
Südschleswigschen Wählerverbandes (www.ssw-sh.de) im Schleswig-Holsteinischen
Landtag das FUEV-Generalsekretariat. FUEV-Geschäftsführer Frank Nickelsen
informierte Harms über die aktuelle Arbeit und das Wirken der FUEV.
Dabei interessierte sich Harms insbesondere für die Minderheiten-Sprachförderung
im Kindergartenbereich auf europäischem Sektor. Nickelsen verwies
bei dieser Gelegenheit auf das gemeinsam mit anderen Kleinsprachengruppen
durchgeführte Seminar bei den Kaschuben
www.fuen.org/pdfs/20031009DOKUStarbienino.pdf
bei dem neben den Gastgebern auch andere Minderheitenohne eigenen
Staat - wie die Sorben - ihre Lösungen im Kindergartenbereich vorstellten
(www.sorbischer-schulverein.de).


MdL Lars Harms

»In Schleswig-Holstein wird die Kindergartenfinanzierung in Zukunft

völlig umgestellt. Bei dieser neuen Finanzierung müssen auch
Minderheitenbelange berücksichtigt werden. Es muss finanzielle Anreize
geben, dass Kindergartenkinder in Nordfriesland zweisprachig, d.h. auch
in friesischer Sprache unterrichtet werden. Die Beispiele in anderen Regionen
- nicht zuletzt bei den Sorben in der Lausitz - verdeutlichen, dass wir in
Schleswig-Holstein Ideen anderer Minderheiten auf uns übertragen können,«
so Harms



PRESSEMITTEILUNG 2003-54


2tes Seminar für Minderheiten ohne sog. »kin-state« in Starbienino
als pdf-Format erhältlich

In Zusammenarbeit mit der Wojwodschaft Pommern, dem Schleswig-Holsteinischen Landtag
und des Kaschubisch-Pommerschen Vereins organisierte die FUEV vom 10.-11. Juni 2003
in der Kaschubischen Universität in Starbienino ihr 2tes Seminar für autochthone
Kleinsprachen gruppen ohne sog. »kin-state«
Die Konferenz ist ab sofort als Dokumentation im sog. Pdf-Format erhältlich:

http://www.fuen.org/pdfs/20031009DOKUStarbienino.pdf



PRESSEMITTEILUNG 2003-53


I
nternationales Symposium für aromunische Studien
FUEV Präsident Romedi Arquint bei den Aromunen in Sofia

Auf Einladung des »Center for Aromanian Language and
culture in Sofia« nahm FUEV Präsident an einem
Internationalen Treffen der Aromunen (20030912-14) der Balkan-
halbinsel teil.

Im Beisein von Regierungsvertretern aus Bulgarien und Rumänien
wurden Lageberichte der Aromunen in Albanien, Mazedonien,
Rumänien und Bulgarien vorgetragen. In Mazedonien bestehen
sowohl Unterrichtsmöglichkeiten an den Schulen, regelmässige
Radio- und Fernsehsendungen; auch sind verschiedene
Vereinigungen, darunter der Schriftstellerverein, sehr aktiv.
Es werden neben einer literarischen Eigenproduktion auch
Übersetzungen aus der Weltliteratur sowie geeignete Unterlagen
für den Schulunterricht erarbeitet. Auf wissenschaftlicher Ebene
wird in Sofia geforscht. In Albanien werden in einer einzigen
Gemeinde Aromunisch-Unterricht in der Schule angeboten. Leider
fehlten die Aromunen aus Griechenland. In allen Gebieten sind
Folklore und Brauchtum eines der wichtigsten identitätsstiftenden
Merkmale. Beklagt wird das Fehlen von Lehrmitteln und ausgebildeten
Lehrpersonen, die Schwierigkeiten bei der Einführung von Aromunisch
als fakultative Unterrichtssprache – ausser in Mazedonien ist dies
allein aus privater Initiative möglich. „Wünschenswert wäre ein
Zusammenschluss der Kräfte, um in gemeinsamer und grenz-
übergreifender Weise die Rahmenbedingungen für das Überleben
und Erhalten der gefährdeten Sprache zu schaffen,“ ist Romedi
Arquint überzeugt, denn allein auf sich gestellt, sind die einzelnen
Gemeinschaften der Aromunen. zu schwach. Insbesondere sollten
die Empfehlungen des Europarates umgesetzt werden. Unter diesen
ist auch die Schaffung eines Zentrums für die aromunische Sprache,
die die Verbindung zwischen den einzelnen Gemeinschaften bilden
und stärken könnte, weiterhin ein Postulat auf dem Papier.

Umrahmt wurde das von Toma Kiurkciev und Michail Christov organisierte
Symposium durch enen Folkoreteil, der in eindrücklicher Weise die
Lebendigkeit und die Begeisterung für Kultur, Gesang und Tanz
zum Ausdruck brachte.




PRESSEMITTEILUNG 2003-52


Unruhen in Karatschai

Seit dem letzten Wochenende (05-07. September 2003)

herrschen größere Unruhen in der russischen Kaukasusrepublik
Karatschai. Hintergrund bilden die letzten Präsidentschaftswahlen,
bei denen überraschend der bisherige Präsident General Semjonow,
selber Angehöriger der karatschaiischen Volksgruppe, nicht mehr
die Mehrheit erzielen konnte. Der neue Präsident heißt Mustafa
Badtyjew. Die FUEV-Mitgliedsorganisation und Dachverband des
Karatschaivolkes „Dzhamagat,“ geht von einem massiven
Wahlbetrug aus und veranstaltet seit Sonntag Protestdemon-
strationen und Schweigemärsche in Tscherkessk und anderen
Städten der Republik. Nach Einkreisung der Demonstrierenden
und Isolierung durch Armeekräfte im Laufe der Nacht zum Montag,
zeigte sich am Montagmorgen, dass hunderte der eingekesselten
Menschen schwerkrank am Boden lagen. Der Vorsitzende der
Karatschai-Organisation „Dzhamagat“ Azret Ketscherukow geht
von einer Vergiftung dieser Menschen aus. Warum und von wem,
darüber kann nur spekuliert werden. Behörden und Armee
sprechen dagegen von einer Epidemie.
„Die Situation ist außer Kontrolle und das Karatschai-Volk

und die Dzhamagat, die an der Spitze dieser Bewegung steht,
befinden sich in einer verzweifelten Situation“, so der Karatschaier.

Weitere Informationen erteilt „Dzhamagat“
+7-878-79-44074



PRESSEMITTEILUNG 2003-51


FUEV-Kongreß in Bozen als pdf-Format erhältlich
48. FUEV-Nationalitätenkongreß vom 29-31 Mai 2003 in Bozen/Südtirol

Vom 29.-31. Mai 2003 führte die FUEV ihren 48. Nationalitätenkongreß

in Verbindung mit ihrer obligatorischen Delegiertenversammlung in Bozen durch.
Entsprechende Tagung ist ab sofort als Dokumentation im sog. pdf-Format erhältlich:

Kongreß:
http://www.fuen.org/pdfs/20030908DOKU_BOZEN.pdf
Delegiertenversammlung: http://www.fuen.org/pdfs/20030625FUEN_Assembly.pdf



PRESSEMITTEILUNG 2003-50


Deutsche Minderheiten aus bis zu 22 Staaten in Sankelmark

Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten in der FUEV vom
09. - 12. Oktober 2003 in der Europäischen Akademie Sankelmark http://www.eash.de

Die Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten in der Föderalistischen
Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) trifft sich in diesem Jahr zum
13ten Male. Auf Initiative des Bundesministerium des Innern handelt
es sich um eine 1991 in Budapest gegründete informelle
Arbeitsgemeinschaft, die alle Organisationen vereint, die in der FUEV,
dem Dachverband der nationalen Minderheiten und traditionellen
Volksgruppen in Europa, zusammengeschlossen sind und sich als
Verbände deutscher Minderheiten betrachten.

Im Zentrum der diesjährigen Tagung stehen Multimediapräsentationen
sowie ein Besuch bei den deutschen Nordschleswigern in Dänemark.
Es werden bis zu 60 Teilnehmer aus 22 Staaten erwartet.

Ein erster Programmentwurf ist unter folgendem Link erhältlich:

http://www.fuen.org/pdfs/20030924AGDMprogrammD.pdf



PRESSEMITTEILUNG 2003-49


FUEV Konferenz in Kirgisien
Romedi Arquint und Hans Heinrich Hansen vom 03-07.09.2003
zu Gesprächen in Bischkek

Eine multikulturelle Gesellschaft ist vergleichbar einem , der
seine Leuchtkraft nur voll zum Strahlen bringt, wenn alle Seiten
intensiv gepflegt werden,“ sagte Akaev Asgar Akaevitsch,
Präsident der Republik Kirgistans anlässlich einer Aussprache
mit FUEV – Präsident Romedi Arquint und Vizepräsident Hans
Heinrich Hansen. Diese fand im Anschluss an eine internationale
Konferenz zur Nationalitätenpolitik der jungen Republik statt.
Den über 60% Kirgisen stehen eine beachtliche Minderheit
an Usbeken und Russen sowie weitere kleine und kleinste
Volksgruppen gegenüber. Kirgistan hat nach der Wende,
die mit einem Aufflackern ethnonationalistischer Tendenzen
besonders dank einem entschiedenen Einsatz des Präsidenten
Akaev sich bald zu einem Staatskonzept entschieden, dem
die Multikulturalität zugrunde liegt. So wurde neben der
Rehabilitierung des Kirgisischen auch das Russische als
Staatsprachen erklärt, die Pflege der Volkssprachen im
Bildungssystem, in Wissenschaft und in der Kultur gelten
als selbstverständlich. Ein beratendes Gremium aller
Volksgruppen, die „Assemblée“ sichert die aktive Mitsprache
aller Beteiligten und dient als Brücke zur Regierung und
Parlament. Die Konferenz, an der auch Vertreter aus den
benachbarten Staaten teilnahmen, wurde vom Vertreters
der deutschen Volksgruppe und Parlamentsabgeordneten
Valerij Issidorowitsch Dill angeregt und vorbereitet und vom
Vorsitzenden des kirgisischen Parlaments eröffnet.

Die FUEV – Delegation konnte sich davon überzeugen, dass
in Kirgistan der friedlichen Koexistenz aller Volksgruppen grösste
Aufmerksamkeit geschenkt wird. Neben der sachlich und offen
vorgetragenen Bilanz des in den letzten 10 Jahren Erreichten
wurden auch Mängel und Perspektiven für den Ausbau der
kulturellen Autonomie erörtert.

„Kirgistan hat in einer schwierigen politischen und wirtschaftlichen
Lage und in kurzer Zeit ein stabiles Fundament für einen multi-
kulturellen Staat gelegt, was in Anbetracht der Entwicklung in
anderen Regionen, alles andere als eine Selbstverständlichkeit
darstellt“, anerkannte FUEV – Präsident Romedi Arquint.

Die FUEV – Delegation hatte die Gelegenheit, einen Einblick in
die landschaftliche Schönheit und die Alltagsprobleme der
Kirgisen zu erhalten. Höhepunkte waren dabei der Aufenthalt am
Issyk-Kulsee und der Besuch des ehemaligen Mennonitendorfes
Bergtal, das für die vorbildliche Gemeindeführung ausgezeichnet
wurde. Nicht Fehlen durfte der Ausflug auf die 2000 M.ü.M
gelegene Pferdealp mit dem Kosten der Stutenmilch,
des kirgisischen Nationalgetränkes.


Der Abgeordnete im Kirgisischen Parlament und Vorsitzende
des Volksrats der Deutschen in Kirgisien, Valeri Dil (links),
hatte maßgeblichen Anteil am Zustandekommen der Konferenz in Bischkek.
Neben ihm der Vorsitzende der Deutschen in Kasachstan, Alexander Dederer,
der ebenfalls an der Konferenz teilnahm

Die FUEV wertet diese Konferenz als ein Zeichen des guten
Willens der Republik Kirgistan, seine Minderheitenprobleme
unter Einbeziehung der Betroffenen und in Zusammenarbeit
mit den Minderheitenverbänden lösen zu wollen.



PRESSEMITTEILUNG 2003-48


FUEV-Beauftragter der Ungarndeutschen besuchte die FUEV
Dr. Koloman Brenner zu Gesprächen in Flensburg

Im Rahmen eines Informationsbesuches bei den Nordfriesen
und bei der FUEV, besuchte vor wenigen Tagen Der FUEV-Beauftragte
der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (http://www.ldu.hu),
Dr. Koloman BRENNER das FUEV-Generalsekretariat.


Dr. Koloman Brenner (rechts) hier mit Jörgen Jensen Hahn und
Bernhard Ziesch während der Wahlhandlungen in Bozen im Mai 2003.

BRENNER, der auch als Wahlvorstandsmitglied bei der
letzten FUEV-Delegiertenversammlung in Bozen eingesetzt war
und auch entsprechendes Protokoll unterzeichnete, erkundigte
sich über den Stand der Vorbereitungen zur 13. Jahrestagung
der deutschen Minderheiten in der FUEV vom 09.-12. Oktober
2003 in der Europäischen Akademie Sankelmark. Ein Programm
dieser Tagung ist in Vorbereitung und wird Anfang September verschickt.




PRESSEMITTEILUNG 2003-47


FUEV-Seminar in Graubünden als pdf-Format erhältlich

Das im Juni in der Schweiz durchgeführte Seminar für 25 Georgier
(siehe auch PR Nr. 2003-39) ist ab sofort als Dokumentation im sog. pdf-Format erhältlich:
http://www.fuen.org/pdfs/20030822RAMMgech.pdf

Weitere Einzelheiten:
http://www.fuen.org/pdfs/20030606CH_Grisons.pdf



PRESSEMITTEILUNG 2003-46


»Partnership for Diversity Forum« 2004 in Flensburg
Johan Hägman, EBLUL, und Renate Schnack im FUEV-Generalsekretariat

Johan Hägman, Mitarbeiter des EBLUL (www.eblul.org) besuchte
vor wenigen Tagen das FUEV-Generalsekretariat zwecks Vorstellung
der vom 19.-22. Februar 2004 in Flensburg stattfindenden Konferenz
»Partnership for Diversity Forum«


Renate Schnack (links) mit Johan Hägman

Hägman, der von der Minderheiten-
beauftragten des Landes Schleswig-Holstein, Frau Renate Schnack
begleitet wurde, begrüßte die Bereitschaft der FUEV, an dieser
Konferenz mitzuwirken. So wird FUEV-Präsident Romedi Arquint
neben der Zielrichtung der FUEV auch die Sprachenvielfalt in
der Schweiz vorstellen.

Ein Entwurfsprogramm liegt vor und ist im EBLUL Büro in Brüssel erhältlich.




PRESSEMITTEILUNG 2003-45


„Minderheiten- und Volksgruppenpolitik in Schleswig-Holstein“
als Broschüre erhältlich
Kiel (SHL) - Eine Broschüre zur Minderheiten- und Volksgruppenpolitik
in Schleswig-Holstein für die 15. Legislaturperiode ist jetzt erschienen.
Sie enthält das Protokoll der Plenardebatte, den Bericht der
Landesregierung zur Minderheiten- und Volksgruppenpolitik, im Anhang
umfangreiche Auszüge aus Rechtsvorschriften und Erlassen, Zahlen-, Daten-
und Anschriften-material.

Die Landesregierung hat dem Schleswig-Holsteinischen Landtag im
Dezember letzten Jahres ihren in den Vorjahren jeweils am Ende der
Legislaturperiode erstatteten Bericht erstmalig als Halbzeitbilanz
vorgelegt. Die Vorverlegung des Berichtszeitpunktes in die Mitte der
Legislaturperiode beruht auf einem Beschluss des Europaausschusses
des Schleswig-Holsteinischen Landtages vom März 2001. Damit soll ein
Ausblick auf geplante Schwerpunkte der Minderheitenpolitik bis zum
Ende der Legislaturperiode und eine frühzeitige Befassung und ein
Reagieren auf neue Entwicklungen ermöglicht werden. Der Bericht wurde
um ein Forum ergänzt, in dem die nationalen Minderheiten, ethnischen
Volksgruppen, Grenz-verbände und internationalen Minderheiten-
organisationen selbst zu Wort kommen, um ihren Wünschen, Forderungen
und Perspektiven unmittelbar Nach- bzw. Ausdruck zu verleihen.

Die Broschüre kann kostenlos angefordert werden beim
Schleswig-Holsteinischen Landtag,
Referat Europaangelegenheiten,
Ostsee-kooperation und Minderheitenfragen,
Düsternbrooker Weg 70, D-24105 Kiel,
Anja.Freudenthal@landtag.ltsh.de oder
Anke.Pfitzner@landtag.ltsh.de



PRESSEMITTEILUNG 2003-44


Verkehrssicherheit auf Friesisch
Friisk Foriining stellt Schilder auf

Mit einem neuen Projekt will die Friisk Foriining zu Beginn des neuen
Schuljahres für mehr Verkehrssicherheit auf den nordfriesischen Straßen
sorgen und dabei auch gleich etwas für das Friesische tun. Die Friisk
Foriining hat zweisprachige Schilder herstellen lassen, die darauf
hinweisen, dass auf Kinder im Straßenverkehr besonders geachtet
werden soll. Diese Schilder sollen nun an Schulen, Kindergärten und an
befahrenen Straßen aufgestellt werden, damit die Autofahrer zugunsten
der Sicherheit der Kinder vom Gas gehen. “Gerade jetzt zum
Schulbeginn wollen wir so für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen,"
sagte der SSW-Landtagsabgeordnete Lars Harms, der die Idee zu
diesem Projekt hatte.


Lars Harms (rechts) vertrat im Juni 2003 den Schleswig-Holsteinischen Landtag beim
2ten Seminar für Kleinsprachengruppen ohne sog. »kin-state« in Starbienino/PL.
V.l.n.r.: Henk Wolf (Westfriese in den Niederlanden), Gary Funck, Marie Tångeberg
und Harms (alle Nordfriesen in Deutschland)


Die Friesen hatten ähnliche Schilder bei einem Besuch im Rahmen
einer Sprachreise zu den Kärntner Slowenen in Österreich gesehen und waren
gleich angetan von der Idee, zweisprachig für mehr Verkehrssicherheit
zu werben. Dort findet man Schilder, die in deutscher und slowenischer
Sprache auffordern, auf Kinder in Straßenverkehr zu achten.
“Wir bekommen immer wieder neue Ideen auf unseren Sprachreisen.
Mit dieser Aktion wollen wir jetzt die friesische Sprache für jedermann
sichtbar machen und dabei gleichzeitig etwas für die Sicherheit
unserer Kinder tun," so der Vorsitzende der Friisk Foriining Jörgen
Jensen Hahn. Die Schilder, die vom Land Schleswig-Holstein
bezuschusst wurden, haben die Aufschrift “Achtet auf Kinder!
- Jeew åcht aw da bjarne!"



Jetzt sollen die Schilder kostenlos an Schulen, Kindergärten oder
auch an Privatpersonen abgegeben werden. Jörgen Jensen Hahn
und Lars Harms sind sich sicher, dass die Schilder, von denen
die ersten bereits aufgestellt worden sind, schnell vergriffen sein werden.

Weitere Einzelheiten:
http://www.friiske.de



PRESSEMITTEILUNG 2003-43


Bizarrer Streit um FUEV in Sachsens PDS
Stellungnahme von Vizepräsident Dr. Ludwig Elle

In einem Beitrag am 5. Juli 2003 informierte die Sächsische Zeitung (Dresden)
über Kontroversen innerhalb der PDS-Fraktion in Sachsen im
Zusammenhang mit der Teilnahme des Abgeordneten Heiko Kosel am
Jahreskongress der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV).

FUEV-Vizepräsident Dr. Ludwig Elle: »Es liegt mir fern, mich
in die innerfraktionellen und innerparteilichen Streitereien der PDS
einzumischen. Da jedoch ein Hintergrund der in den Medien publik
gemachten Kontroversen die FUEV ist, deren Vizepräsident ich
seit 1994 bin, sehe ich mich veranlasst, mich zu äußern.


FUEV-Vizepräsident
Dr. Ludwig Elle

Offensichtlich ist einigen Abgeordneten der PDS nicht bekannt – oder
es wird wissentlich ignoriert –, dass in Europa eine Vielzahl nationaler
Minderheiten (Volksgruppen) lebt. Gemäß dem Rahmenübereinkommens
des Europarats zum Schutz nationaler Minderheiten sollen ihnen gleiche
politische, kulturelle und sprachliche Entfaltungsmöglichkeiten wie der
Mehrheitsbevölkerung gewährt werden. Zahlreiche Minderheitenverbände
haben sich in der 1949 gegründeten FUEV (die in einer DDR-Publikation
1979 in einen Zusammenhang mit dem „antiimperialistischen Kampf“
gestellt wurde) zusammengeschlossen. Derzeit sind es 73 Organisationen
aus 30 Staaten, aus der Bundesrepublik die Verbände der Friesen,
Dänen, Sorben, Polen und Sinti und Roma. Grundprinzip in der FUEV
ist die Solidarität unter den Minderheitenverbänden und eine auf
demokratischer Zusammenarbeit von Mehrheit und Minderheit
ausgerichtete Minderheitenpolitik. Präsident der FUEV ist seit 1996
ein der rätoromanischen Minderheit angehörender Sozialdemokrat
aus der Schweiz – wohl kaum geeignet als „Instrument deutscher
Volksgruppenpolitik im Ausland“.

Von der durch MdL Heiko Kosel in einer Presseaussendung vom
2. Juli 2003verbreitete Gleichsetzung der derzeitigen durchaus
problematischen sächsischen Schulpolitik gegenüber den Sorben
mit „schwärzesten und braunen Kapiteln“ in der sorbischen Geschichte
und der Wertung als „verfassungswidrigen Kurs der Zerstörung
sorbischer Grundsubstanz“ distanziere ich mich, auch im Namen
der FUEV, ausdrücklich.«

Weitere Einzelheiten:
Sächsische Zeitung
Statement von Heiko Kosel




PRESSEMITTEILUNG 2003-42


FUEV-Delegiertenversammlung als pdf-Format erhältlich

Am 29. Mai 2003 führte die FUEV ihre obligatorische
Delegiertenversammlung in Bozen / Südtirol / Italien durch. Entsprechende Beschlüsse
sind ab sofort als Dokumentation im sog. pdf-Format erhältlich:

http://www.fuen.org/pdfs/20030625FUEN_Assembly.pdf


Der komplette 48. FUEV-Nationalitätenkongreß ist demnächst erhältlich.



PRESSEMITTEILUNG 2003-41


Erfolgreiches
Seminar für 25 Georgierinnen und Georgier in der Schweiz
FUEV-Seminar vom 17.-27. Juni 2003 in in Graubünden und in Bern

Das Seminar hatte den Zweck, einer Gruppe von Persönlichkeiten
aus Politik, Medien, Zivilgesellschaft und Wissenschaft während 10
Tagen Gelegenheit zu geben, den dreisprachigen Kanton Graubünden
und seine politischen Strukturen kennen zu lernen, sowie sich mit der
Schweiz als föderalistischem Staat und den internationalen Regelwerken
zum Schutze der nationalen Minderheiten auseinander setzen zu können.
Am Seminar nahmen 25 Personen teil, die aus Georgien sowie aus den
getrennten Gebieten Abchasien, Acharien und Süd-Ossetien stammen.
Das Experiment, Menschen aus verschiedenen – verfeindeten - Regionen
zusammenzubringen, kann als gelungen bezeichnet werden. Zwischen den
teilnehmenden kam es während der 10 Tage zu einem fruchtbaren und
konstruktiven Dialog auf inhaltlicher wie auf persönlicher Ebene.

Am Seminar referierten und diskutierten u.a. Prof. Daniel Thürer (Zürich),
die Nationalräte Andreas Gross und Gabi Vermot-Mangold, vom Europarat
Regina Jensdottir und Hanno Hartig. In Samedan (GR) erhielten die
Teilnehmenden einen vertieften Einblick in die Politik auf Gemeindeebene
sowie in den Alltag der zweisprachigen Volksschule. Darüberhinaus erhielten
sie einen Einblick in die Theorie und Praxis der Sprach- und Kulturpolitik
(Chasper Pult und Bernard Cathomas) in einem föderalistischen Staate.
Über den Konflikt in Sri Lanka, der ebenfalls auf einer ethnischen Grundlage
fusst, informierte Botschafter Keller im Swiss Peace Institut. In der
Bundeskanzlei wurden sie mit der Sprachpolitik auf eidgenössischer Ebene
konfrontiert und in Genf besuchten sie das Internationale Rote Kreuz, die
UNHCR sowie das Centre for security policy. Den Abschluss bildete ein
Empfang durch den Botschafter Georgiens und die Evaluation des
Seminars auf dem Schloss Lenzburg.

Das Seminar konnte dank grosszügiger Unterstützung des Bundes
und des Kantons Graubünden realisiert werden. Es ist Teil der
Aktivitäten des Kantons zum 200jährigen Jubiläum.

Weitere Einzelheiten:
http://www.fuen.org/pdfs/20030606CH_Grisons.pdf



PRESSEMITTEILUNG 2003-40


Forschungsstipendium der Ministerpräsidentin

Anläßlich des 15 jährigen Bestehens der Funktion der
schleswig-holsteinischen Minderheitenbeauftragten vergibt
die Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-Holstein ein
Promotionsstipendium für junge Wissenschaftler, die sich mit
Minderheitenfragen beschäftigen. „Gefördert werden soll eine
Forschungsarbeit zu Minderheitenthemen, deren Schwerpunkt
auf zeitgeschichtlichen oder sprachwissenschaftlich-kulturellen
Gebiet liegt. Mit berücksichtigt werden sollen aktuelle Bezüge zum
europäischen Integrationsprozess“, so die Ministerpräsidentin
Heide SIMONIS.


Renate Schnack (links) und Heide Simonis

Über die Vergabe des Stipendiums entscheidet eine
Auswahlkommission, der auch die Minderheitenbeauftragte
Renate SCHNACK angehört. Die
Bewerbungsfrist endet am 15. August 2003.

Weitere Einzelheiten:
http://www.Minderheitenbeauftragte.schleswig-holstein.de



PRESSEMITTEILUNG 2003-39


Internationale Praktikanten des Deutschen Bundestages
besuchten die FUEV

Im Rahmen eines Informationsbesuches in Flensburg wurde
die FUEV von internationalen Praktikanten des Deutschen Bundestages besucht.
Die Stipendiaten absolvieren in einmal im Jahr in den Büros von
Bundestagsabgeordneten ein Praktikum. Im Jahr 2003 nehmen
Studenten aus folgenden Ländern teil:: Albanien (3), Bulgarien (5),
Estland (3), Kroatien (3), Lettland (3), Litauen (3), Mazedonien (3), Polen (6),
Rumänien (6), Russland (10), Slowakei (3), Slowenien (3), Tschechien (6),
Ukraine (5), Ungarn (6) und die USA (19). Neben den obligatorischen
Lehrveranstaltzungen an der Humboldt-Universität oder anderen Berliner
Hochschulen ist auch ein Besuch im jeweilgen Wahlkreis der
Abgeordneten vorgesehen.

Praktikanten aus der Ukraine, Mazedonien, Bulgarien und den USA
wurden von Frank Nickelsen, Generalsekretär der FUEV, in die Arbeit und
das Wirken der FUEV per PowerPoint Präsentation eingeführt.


V.l.n.r.: Theo van der Zee / USA (Praktikum bei MdB Cornelia Behm / BD 90/Die Grünen);
Biljana Mojsovska / Mazedonien (Praktikum bei MdB Detlev Dzembritzki / SPD);
Ivan Gayvanovych / Ukraine und Doroteya Pandava / Bulgarien
(Praktikum bei MdB Andrea Voßhoff und Michael Stübgen / CDU/CSU);

Die Internationalen Parlaments-Praktika IPP stehen unter der
Schirmherrschaft des Präsidenten des Deutschen Bundestages
und dauern noch bis 31. Juli 2003.



PRESSEMITTEILUNG 2003-38


Implementierungskonferenz vom 25. und 26.Juni 2003 in Berlin
Mitteilung des Vorsitzenden des Bundes Lausitzer Sorben Domowina,
Jan Nuck vom 21. Juni 2003

Am 25. und 26. Juni 2003 wird in der Bundeshauptstadt
ein sogenannter „Runder Tisch“ organisiert, an dem die Vertreter
der deutschen Behörden, die Verantwortlichen der Dachverbände
der in Deutschland ansässigen Minderheiten und Vertreter der
zuständigen Organe des Europarates teilnehmen werden.

Bei dieser Implementierungskonferenz geht es darum,

1. die Haltung der deutschen Behörden in der Minderheitenpolitik zu koordinieren

2. die beiden Übereinkommen des Europarates (Rahmenübereinkommen des
Europarates zum Schutz nationaler Minderheiten < 1995 >, Europäische Charta der
Regional- oder Minderheitensprachen des Europarates <1992> in die Tat
umzusetzen,
auf die von den Kontrollorganen des Europarates gemachten Beanstandungen
einzugehen und die Massnahmen zu treffen, die in Übereinstimmung mit der
deutschen Verfassung den Forderungen und Schlussfolgerungen der Experten des
Europarates Rechnung tragen.

3. Ein weiteres Anliegen dieser Konferenz wird es sein, den Austausch von
Informationen zwischen den betroffenen Ländern und zwischen den Ländern und
den Bundesbehörden zu verstärken und
die regionalen und örtlichen Behörden für die in diesen beiden Dokumenten des
Europarates behandelten Themen zu sensibilsieren.

Diese Konferenz ist für die Sorben in Sachsen von grösster Bedeutung, besteht
nun doch neuerdings die Absicht, die gesamte symbolträchtige Mittelschule
von Crostwitz zu schliessen.



PRESSEMITTEILUNG 2003-37


Stephan Kleinschmidt neuer JEV-Präsident
Außerordentliche Delegiertenversammlung der JEV

Am 7. Juni fand in Flensburg die außerordentliche
Hauptversammlung der Jugend Europäischer Volksgruppen JEV
statt. Organisator war die »
Sydslesvigsk danske ungdomsforeninger«
(Jugendverband der dänischen Minderheit) in Deutschland, der Dank
und Anerkennung gilt, da sie diese Hauptversammlung in so kurzer
Zeit organisieren konnte.



Zu dieser Sitzung ist es aufgrund einiger ungelöster
Punkte auf der HV in Klagenfurt gekommen. So
gab es noch keinen Kandidaten für das Osterseminar
2005 sowie für das Herbstseminar 2004.

Ebenso wurde ein neuer Vorstand gewählt (siehe Foto).


Der neue Vorstand setzt sich zusammen aus dem Vorsitzenden Stephan
Kleinschmidt (DJN), den Vizepräsidenten Ydwine Willemsma (FYK) und
Matjaz Jaklic (MOSP) sowie dem Schatzmeister Gergely Dardai (GJU) und
der bisherigen Sekräterin Alice Ratyis (MISzSz). Veranstalter des
Herbstseminars 2004 ist die GiuRu und der SJR veranstaltet
das Osterseminar 2005

Weitere Einzelheiten:
http://www.yeni.org
http://novinet.info/yeni/docs/pr_GA_flensburg_2003.pdf



PRESSEMITTEILUNG 2003-36


Kleinsprachengruppen in Entscheidungsgremien einbinden!
2tes Seminar für Minderheiten ohne sog. »kin-state« in Starbienino

Vor dem Hintergrund des einstimmigen Memorandums der Republik

Polens zum EU Beitritt am 09. Juni 2003 fand eine zweitägige
Konferenz für autochthone Kleinsprachengruppen in Starbienino / PL statt.
Die Konferenz war ein Kooperationsseminar aus der Wojwodschaft Pommern,

dem Kaschubisch-Pommernschen Vereins, dem Landtag Schleswig-Holstein und der FUEV.



Der Präsident der Wojwodschaft Pommern und gleichzeitig Vorsitzende
des Kaschubisch-Pommernschen Vereins, Herr Prof. Brunon SYNAK
begrüßte im Namen der Gastgeber bis zu 50 Teilnehmer aus insgesamt 7
Staaten. Neben den gastgebenden Organisationen nahmen Cornwaliser aus
Großbritannien, Friesen aus Deutschland und den Niederlanden, Sorben aus
Deutschland, Ladiner aus Italien sowie Rätoromanen aus der Schweiz teil.


FUEV-Vizepräsident Dr. Ludwig Elle (selbst Lausitzer Sorbe)
stellte u.a. das WITAJ-Projekt der Sorben vor.

Die FUEV war vertreten durch die beiden Vizepräsidenten Dr. Ludwig ELLE
und Dr. Nigel HICKS sowie FUEV-Generalsekretär Frank NICKELSEN und
Sekretär Gary FUNCK.

Prof SYNAK nutzte auch die Gelegenheit den Landtag Schleswig-Holstein -

vertreten durch Vizepräsidentin Dr. Gabriele KÖTSCHAU und den friesischen
Vertreter des Südschleswigschen Wählerverbandes SSW, Lars HARMS