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Allgemeines
Die FUEV ist im Laufe ihres Bestehens durch ihr konsequentes Bekenntnis zu Demokratie und Recht, ihre beharrliche Arbeit für einen besseren Schutz der Volksgruppen und ihr Eintreten für den friedlichen Dialog zu einem respektierten Gesprächspartner der Regierungen und Parlamente in vielen Staaten Europas und in den europäischen und internationalen Institutionen geworden. Sie ist als Sammelbecken und Dachvereinigung der nationalen Minderheiten zu einer grossen Nichtstaatlichen Organisation (NGO) geworden und erfüllt eine wichtige Funktion des Lobbying für die Sache der nationalen Minderheiten in den einzelnen Staaten und in Europa. Geschichte Die Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen ist ein unabhängiger Dach- verband von Organisationen nationaler Minderheiten in Europa, der 1949 - zum Zeitpunkt der Gründung des Europarats - in Versailles / Frankreich gegründet worden ist. Heute sind in der FUEV 84 Mitgliedsorganisationen aus 32 Staaten zusammengeschlossen zusammengeschlossen (Stand 2007/05/22). Organisation Ihr Generalsekretariat hat seinen Sitz in Flensburg - dem politischen und kulturellen Zentrum der dänischen Minderheit in Deutschland. Generalsekretäre waren bisher Minderheitenvertreter der Bretonen in Frankreich, der Dänen in Deutschland und der Deutschen in Dänemark. Das FUEV-Präsidium besteht derzeit aus Vertretern aus sieben nationalen authochthonen Minderheiten aus sechs verschiedenen Staaten. Gegenwärtig ist der Präsident der FUEV ein deutscher Nordschleswiger aus Dänemark. Weiter im Präsidium vertreten sind je ein Vertreter/In der Kroaten in Österreich, Südtiroler in Italien, Rätoromanen in der Schweiz, Kornwaliser aus Großbritannien, Sorben und Dänen aus Deutschland. Zu den Präsidiumssitzungen ist außerdem ein Vertreter der Jugend Europäischer Volksgruppen JEV, der gemeinsame FUEV-JEV Beauftragte sowie der FUEV-Generalsekretär anwesend - allerdings ohne Stimmrecht. Zweck Die Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen steht entsprechend ihren Satzungen im Dienst der Volksgruppen in Europa und bezweckt die Erhaltung und Förderung ihrer nationalen Identität, der Sprache, Kultur und Geschichte der nationalen Minderheiten. Dieses Ziel verfolgt sie mit friedlichen Mitteln. Sie tritt energisch gegen Separatismus und jede gewaltsame Grenzverschiebung auf und arbeitet für ein gutnachbarschaftliches, friedliches Zusammenleben von Mehrheits- bevölkerung und Minderheit in einem Staat oder einer Region. Die FUEV ist seit 1949 davon überzeugt, daß eine Minderheit auf der Grundlage der freiheitlich-demokratischen und rechtsstaatlichen Grundsätze, im friedlich- konstruk-tiven Dialog, durch Verhandlungen politische Lösungen für ein harmo- nisches Verhältnis zu der Mehrheitsbevölkerung finden kann. Deshalb unterstützt sie alle auf friedlichen Interessenausgleich und demokratische Gestaltung der Staaten gerichteten Aktivitäten. Sie versucht, mit ihrer Arbeit die Parlamente und Regierungen in Europa und die europäischen Institutionen davon zu überzeugen, daß zu einer friedlichen Entwick- lung Europas auch die Rücksicht auf die berechtigten Interessen der nationalen Minderheiten und ethnischen Volksgruppen auf Wahrung ihrer angestammten Identität und die Hilfe bei der Bewahrung ihrer traditionellen Kultur gehört. Dazu gehören internationale Standards des Minderheitenschutzes. Bereits 1967 legte die FUEV Hauptgrundsätze für ein europäisches Volksgruppenrecht vor, die 1985 überarbeitet und ergänzt wurden. Ab 1991 hat die FUEV diese Grundsätze zu einem Konventionsentwurf für die Grundrechte der Volksgruppen Europas weiterentwickelt und ihre Vorstellungen in die internationalen Bemühungen der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE), der UNO, des Europarats und des Europäischen Parlaments eingebracht. Selbstverständlich unterstützt die FUEV auch alle Bemühungen des Europarates in diese Richtung. Sie setzt grosse Hoffnung in die in diesem Jahr in Kraft getretenen neuen Instru- mente, in die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen sowie in die Konvention zum Schutze der nationalen Minderheiten und hofft, dass diese von allen Mitgliedstaaten des Europarates ratifiziert und dem Geist der Dokumente entsprechend, auch umgesetzt werden. Status beim Europarat und den Vereinten Nationen In Anerkennung ihrer Bemühungen um den europäischen Minderheitenschutz erhielt die FUEV 1989 den Teilnehmenden Status beim Europarat und 1995 den Konsul- tativen Status bei den Vereinten Nationen (UNO). Sie ist auch bei den OSZE- Konferenzen (früher KSZE) vertreten, die sich mit nationalen Minderheiten und ethnischen Volksgruppen beschäftigen. Mitglieder Die FUEV ist Dachverband der europäischen nationalen Minderheiten. Als ordentliche Mitglieder werden repräsentative Vertretungen nationaler Minderheiten aufgenommen. Assoziiert werden Organisationen, die sich mit dem Anliegen der FUEV zunächst vertraut machen wollen aber auch Organisationen die nur bestimmte Sachbereiche der Minderheitenpolitik vertreten. Heute (2007/05/22) zählt die FUEV 44 ordentliche und 40 assoziierte Mitglieder. Fünf staatliche Institutionen fördern die FUEV mit jährlichen Beiträgen; während wissen- schaftliche Institute die FUEV materiell und ideell fördern. Die Mitgliedorganisationen verpflichten sich zu den Grundsätzen der Politik der FUEV. Sie agieren auf dem Boden der demokratischen und rechtsstaatlichen Ordnung, lehnen Gewalt und Separatismus ab. Die offiziellen Sprachen der FUEV sind Englisch, Französisch, Russisch und Deutsch. Aktivitäten der FUEV
Finanzen Die FUEV finanziert sich durch Beiträge aus verschiedenen Quellen: a) Beiträge ihrer Mitgliedsorganisationen. |